Friedenslicht

Weil uns der internationale Frieden ein Anliegen ist!

Die Pfadfinder und Pfadfinderinnen Österreichs verteilen dieses Jahr zum 30. Mal das Friedenslicht. In Kooperation mit dem ORF Oberösterreich holt jedes Jahr ein Kind aus Oberösterreich das Licht aus der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem, damit dieses als Symbol des Friedens weitergegeben wird. Die offizielle Verteilung des Friedenslichts an die Bevölkerung erfolgt immer am Heiligen Abend und findet mittlerweile in vielen Ländern rund um die Welt statt.

Wie alles begann

Als internationale Jugendorganisation war für die Pfadfinderinnen und Pfadfinder von Anfang an klar: Der neue Weihnachtsbrauch des Friedenlichts, der 1986 vom ORF zur Unterstützung von Licht ins Dunkel entstanden ist, soll auch von den Pfadfinderinnen und Pfadfindern unterstützt werden. Herbert "Bertl" Grünwald, der damalige Wiener Pfadfinderleiter verhalf der Aktion deshalb auch zum weltweiten Erfolg und verteilte ab dem Jahr 1989 das Friedenslicht mithilfe internationaler Delegationen der PfadfinderInnen-Verbände in andere Länder. Auch andere Organisationen, wie die Feuerwehrjugend, das Rote Kreuz, der Samariterbund und die ÖBB verteilen das Friedenslicht in Österreich.

Von Bethlehem nach Oberösterreich und dann raus in die weite Welt!

Jedes Jahr wird ein oberösterreichisches Kind auserkoren, nach Bethlehem zu reisen und in der Geburtsgrotte Jesu das Friedenslicht zu holen. Mithilfe der Austrian Airlines kommt das Friedenslicht in einem explosionssicheren Gefäß nach Österreich und wird immer am dritten Adventsamstag bei der internationalen Friedenslichtaussendungsfeier an die PfadfinderInnen-Delegationen verteilt. An der Feier nehmen jährlich ca. 1200 Menschen aus mehr als 20 unterschiedlichen Nationen teil. Alle Teilnehmenden haben dann die Aufgabe, das Licht bis zum 24. Dezember rund um die Welt zu bringen, damit sich am Heiligen Abend alle Menschen das Friedenslicht mit nach Hause holen können. Das Symbol ist ökumenisch, das heißt, es ist für alle Christinnen und Christen bedeutsam und soll an die Geburt Jesu erinnern und für ein friedliches Zusammenleben stehen.

Frieden kennt keine Grenzen

Nicht zuletzt brannte das Friedenslicht in seinen Anfangsjahren auch 1989 an der geöffneten Berliner Mauer, überschritt die ehemalige Grenze des Eisernen Vorhangs und verteilte sich Anfang der 1990er Jahre auch schnell im Osten Europas. Mittlerweile hat das Friedenslicht die Herzen von Millionen Menschen auf der ganzen Welt erobert und sich international zu einer unverzichtbaren Weihnachtstradition etabliert, die auch Papst Benedikt XVI und Papst Franziskus würdigten.

Begegnungen fördern

Kaum eine Organisation ist weltweit so gut vernetzt wie die Pfadfinderinnen und Pfadfinder. Freundschaften gehen weit über nationale oder kontinentale Grenzen hinaus, wobei internationale Treffen seit über 110 Jahren eine Selbstverständlichkeit sind. Mithilfe des PfadfinderInnennetzwerks ist es also möglich, das Friedenslicht in fast alle Länder dieser Welt zu bringen. Besonders wertvoll sind dabei auch die schönen, neuen Begegnungen und internationalen Freundschaften, die sich durch diese Verteilung ergeben.