Helfen mit Herz und Hand

HHH ist die Abkürzung für die Aktion "Helfen mit Herz und Hand". Seit vielen Jahren stellen die PPÖ ihre gemeinsame Aktion für Menschen, die Hilfe brauchen, unter diese drei Buchstaben.


2018-2020 - Schule für alle - Helfen mit Herz und Hand in Uganda
2016-2018 - Freigespielt - Helfen mit Herz und Hand in Peru

Helfen mit Herz und Hand - Warum?

Wir sind stolz darauf, dass wir zu Mitgefühl und Solidarität erziehen! Wir haben die tägliche Gute Tat als unser "Trainingsprogramm" für ein Leben, das sich um Gerechtigkeit und Ausgleich bemüht.

In einer Welt, welche die "Ich-Gesellschaft" als Ideal preist, wo Shareholder Value die Maxime für vieles Handeln ist, braucht es Menschen, die bereit sind die Ungerechtigkeiten der Welt zu sehen und die sich bemühen zu verstehen, wieso es immer wieder zu Not und Armut kommt. Es braucht Menschen die dann auch noch handeln, um die Not - wenn auch nur punktuell - zu lindern.

Es gibt viele Gruppen, die eigene Projekte durchführen und das ist gut so. Aber es gibt auch das Helfen mit Herz und Hand - Projekt der PPÖ, das jenen Gruppen, die kein eigenes Projekt haben, die Möglichkeit gibt, etwas für die Entwicklungszusammenarbeit zu tun. Wenn viele Gruppen einen Beitrag leisten, kann gemeinsam Großes bewirkt werden.

Wir haben gemeinsam Schulen gebaut und Wasserleitungen errichtet. Wir haben Kranken geholfen und Straßenkindern eine kleine Chance gegeben. Gemeinsam haben wir geholfen, dass Menschen ihr ganz persönliches Umfeld bearbeiten und verbessern konnten. Es ist in letzter Zeit ein wenig still geworden um das Projekt der Zusammenarbeit mit jenen, die unsere Hilfe brauchen. Vielleicht ist das symptomatisch für unsere Gesellschaft. Als 1956 der Ungarnaufstand ausbrach und tausende Flüchtlinge nach Österreich kamen, rückten die Österreicher zusammen um Flüchtlinge in ihren Wohnungen und Häusern aufzunehmen. Sie teilten das Wenige was sie hatten mit großer Selbstverständlichkeit.

Heute wird darum gestritten, ob man Flüchtlinge aufnehmen soll. Sie heißen auch nicht mehr Flüchtlinge, sondern Asylanten. Sie sind - glaubt man der breiten öffentlichen Meinung - sehr häufig kriminell. Daher muss man sie fern halten von unseren Wohngebieten. So einfach ist das. Oder doch nicht?

Eine kleine Geschichte verdeutlicht dieses Verhalten

Ein Mann kam zum Rabbi und fragte: "Warum sind die Armen viel eher bereit als Reiche, das wenige, das sie haben, mit anderen zu teilen?" Der Rabbi stellte den Mann ans Fenster und fragte: "Was siehst du?" "Das Leben auf der Straße. Leute, die kommen und gehen, Kinder die spielen, Freunde die miteinander plaudern." Dann stellte der Rabbi den Mann vor einen Spiegel und fragte wiederum: "Was siehst du?" "Mich - wen sonst?" antwortete der Mann erstaunt. "So ist das eben", meinte der Rabbi. "Beide Male ist es Glas, durch das du schaust. Einmal siehst du das Leben, wie es ist. Wenn du aber hinter dasselbe Glas etwas Silber gibst, dann siehst du nur mehr dich selbst."

Helfen mit Herz und Hand, das ist unser Fenster zum Leben. Wer das Leben sieht weiß auch, dass es viel zu tun gibt, um Not abzuwehren und um Ungerechtigkeiten zu beseitigen. PfadfinderInnen sind Menschen der Tat – so sagt man wenigstens. Und so bieten wir auch für das kommende Jahr das Projekt Helfen mit Herz und Hand an, damit wir uns vereinen bei der tatkräftigen und mitfühlenden Hilfe.