Deine Verantwortung als WiWö-LeiterIn

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Viele Dinge, um die es in diesem Kapitel geht, sind für Erwachsene, die mit Kindern umgehen, selbstverständlich. Wir haben uns bemüht, die einzelnen Verantwortungsgebiete möglichst klar zu beschreiben, viele Tipps und Ratschläge zu geben und die wesentlichsten Vorschriften, Gesetze und Regelungen verständlich zusammenzufassen.

Von den nachstehenden Themen wissen wir, dass sie WiWö-LeiterInnen immer wieder beschäftigen. Wenn du unsicher bist oder noch zusätzliche Fragen hast, scheue dich bitte nicht, nachzufragen - das zeigt nur, dass du verantwortungsbewusst mit deinen WiWö arbeitest. Außerdem heißt es in unserer Rechtssprechung ausdrücklich: "Unwissenheit schützt nicht vor Strafe". Bei den meisten Themen findest du sicher Fachleute in deiner Umgebung, vielleicht auch im Gruppenrat – du kannst aber auch gerne beim WiWö- Team in deinem Landesverband nachfragen.

Deine Verantwortung gegenüber den Kindern

Die Sicherheit und die Gesundheit der WiWö müssen bei allen euren gemeinsamen Aktivitäten an erster Stelle stehen. Natürlich brauchen die Kinder für ihre Entwicklung einen gewissen Spielraum, der auch Gefahren mit sich bringt. Es ist aber deine Pflicht nachzudenken, ob das was du vor hast, pädagogisch sinnvoll ist und daher mögliche Gefahren rechtfertigt. Du musst alle möglichen Risikofaktoren bedenken und Unfällen vorbeugen. Andererseits musst du wissen, was du zu tun hast, sollte – trotz aller Vorsichtsmaßnahmen – doch etwas passieren. Die rechtliche Kontrollfrage lautet: Was hätte eine verständige Aufsichtsperson nach vernünftigen Anforderungen im konkreten Fall getan? Dein Maßstab ist dabei immer das schwächste Kind der Gruppe – nur wenn dieses Kind in der Lage ist, bei euren Aktivitäten ungefährdet mit zu machen, ist die Sicherheit des ganzen Volkes/der ganzen Meute garantiert.

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Deine Verantwortung gegenüber den Eltern

Als JugendleiterIn hast du auch die Verantwortung, mit den Eltern oder Erziehungsberechtigten der dir anvertrauten Kinder in Austausch zu stehen. Je besser du die Situation der Kinder kennst, je mehr du über ihre Besonderheiten erfahren kannst, umso eher kannst du auf jedes Kind individuell reagieren. Auf der anderen Seite haben die Eltern natürlich auch das Recht zu erfahren, was das für ein Verein ist, in dem ihre Kinder Mitglieder sind, für welche Werte er steht und mit welchen Methoden du arbeitest. Natürlich sind sie über alle besonderen Vorkommnisse, insbesondere Verletzungen, so schnell es dir möglich ist zu informieren.

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Deine Verantwortung gegenüber deiner Gruppe und den PPÖ

Als Mitglied eines Stufenteams bist du automatisch Mitglied des Gruppenrates (GR) . Ihm gehören die Gruppenleitung, KuratInnen, alle StufenleiterInnen und AssistentInnen, sowie bei Bedarf zusätzliche MitarbeiterInnen mit festgelegten Aufgaben an.

Als Mitglied der PPÖ hast du die Chance und die Verantwortung zur Mitgestaltung innerhalb unseres Verbandes.

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Deine Verantwortung gegenüber dir selbst

Bedenke bitte immer, dass du Verantwortung nur dort und dann übernimmst, wo du sicher bist, sie auch tragen zu können. Natürlich ist dafür in erster Linie mal der "rechtliche Rahmen" wichtig, also die Feststellung, ob du die jeweilige Verantwortung überhaupt übernehmen darfst. Aber selbst, wenn du die entsprechende Funktion und/oder Ausbildung hast, heißt das noch lange nicht, dass du dich nicht anders entscheiden kannst.

Bleibe realistisch. Überlege dir genau, welche Fähigkeiten und Möglichkeiten du hast und entscheide dann für dich und dein Gewissen. Das betrifft Entscheidungen über die Gefährlichkeit einer Situation für die WiWö genauso wie deine Zeitressourcen etwas mit den Kindern zu unternehmen. Nur dann, wenn du ganz hinter der Sache stehen kannst, für dich und andere deine Entscheidungen begründen kannst, kannst du mit ruhigem Gewissen an deine Aufgaben herangehen. Es ist keine Schande zu sagen, dass du etwas für zu gefährlich hältst oder Angst hast, dir etwas nicht zutraust. Oft reicht schon ein "ungutes Gefühl", du wirst unsicher – frag bei erfahreneren Leuten nach oder hol dir entsprechende Hilfe, um dich abzusichern. Wenn du alles genau überlegt hast und trotzdem etwas passieren sollte, ist das Unglück oder Zufall. Aber du musst dir keine Vorwürfe machen, etwas nicht bedacht zu haben oder fahrlässig gehandelt zu haben.

Bedenke einfach immer, dass du für das Wohl deiner WiWö verantwortlich bist – körperlich und seelisch.

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