Der Weg durch das WiWö-Leben: Unterschied zwischen den Versionen

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Wir haben uns zu jedem Erprobungspunkt ein Beispiel überlegt, wie du ihn in deinen Heimstunden oder auf dem Lager spielerisch umsetzen kannst. Was du unbedingt dazu wissen musst findest du dort als Infoblock. Falls du dich damit ausführlicher beschäftigen möchtest, haben wir dir in den meisten Fällen weiterführende Literatur aufgelistet.
 
Wir haben uns zu jedem Erprobungspunkt ein Beispiel überlegt, wie du ihn in deinen Heimstunden oder auf dem Lager spielerisch umsetzen kannst. Was du unbedingt dazu wissen musst findest du dort als Infoblock. Falls du dich damit ausführlicher beschäftigen möchtest, haben wir dir in den meisten Fällen weiterführende Literatur aufgelistet.
  
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Grundlegende Überlegungen zur Gestaltung des WiWö-Lebens findest du im Teil A des Behelfes.
  
 
==Weg zum Versprechen==
 
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Es liegt jetzt an dir, dem Kind die Möglichkeit zu geben die Gemeinschaft und ihre Regeln kennenzulernen und sich dort angstfrei einzubringen. Das ist dann möglich, wenn das Kind noch nicht gefordert wird etwas zu können (das passiert erst auf dem "Weg zum 1.Stern") oder sich zu beweisen. Du und deine WiWö, ihr sollt ihm vielmehr die WiWö-Gemeinschaft so vorstellen, dass es sich entscheiden kann, ob es dieser Gemeinschaft angehören will.
 
Es liegt jetzt an dir, dem Kind die Möglichkeit zu geben die Gemeinschaft und ihre Regeln kennenzulernen und sich dort angstfrei einzubringen. Das ist dann möglich, wenn das Kind noch nicht gefordert wird etwas zu können (das passiert erst auf dem "Weg zum 1.Stern") oder sich zu beweisen. Du und deine WiWö, ihr sollt ihm vielmehr die WiWö-Gemeinschaft so vorstellen, dass es sich entscheiden kann, ob es dieser Gemeinschaft angehören will.
 
Vergiss nicht, auch den übrigen WiWö zu ermöglichen, das neue Kind kennen und akzeptieren zu lernen.
 
Vergiss nicht, auch den übrigen WiWö zu ermöglichen, das neue Kind kennen und akzeptieren zu lernen.
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Methoden dazu sind bei den jeweiligen Erprobungspunkte genau beschrieben.
  
 
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* Das Kind hat ein Recht auf eine persönliche und schöne Feier im kleinen Rahmen der WiWö-Gemeinschaft.  
 
* Das Kind hat ein Recht auf eine persönliche und schöne Feier im kleinen Rahmen der WiWö-Gemeinschaft.  
 
* Beziehe alle anderen WiWö in die Feier ein, indem du sie z.B. an ihr eigenes Versprechen erinnerst oder ihnen kleine Gestaltungsaufgaben überträgst.
 
* Beziehe alle anderen WiWö in die Feier ein, indem du sie z.B. an ihr eigenes Versprechen erinnerst oder ihnen kleine Gestaltungsaufgaben überträgst.
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Einen konkreten Vorschlag für eine Versprechensfeier findest du im Kapitel "[[Unsere Zeremonien und Traditionen]]".
  
 
''Nachdem du uns immer wieder in deinem Buch triffst, erzählen wir dir hier ein wenig mehr über uns:''
 
''Nachdem du uns immer wieder in deinem Buch triffst, erzählen wir dir hier ein wenig mehr über uns:''

Version vom 30. November 2007, 23:48 Uhr

Wenn du irgendwohin kommen willst, machst du dich auf den Weg.

Das WiWö-Leben ist auch so ein Weg. Er führt über den "Weg zum Versprechen" zur Aufnahme in dasVolk/die Meute (das "Versprechen") und setzt sich im "Weg zum 1. bzw. 2. Stern mit allen Erprobungen" fort. Mit den "Spezialabzeichen" ist ein Eingehen auf persönliche Fähigkeiten jedes Kindes möglich. Das Ziel dieses Weges ist es, dass jedes Kind das Stufenziel (siehe auch Kapitel Erprobungssystem) erreicht. Du leitest deine WiWö auf diesem Weg. Puck aus dem Waldenland und Mogli aus dem Dschungel sind eure Begleiter. Die Texte, die sie in diesem Behelf sprechen, sind direkt an die WiWö gerichtet. So könntest du zum Beispiel mit deinen Kindern reden. Wir haben uns zu jedem Erprobungspunkt ein Beispiel überlegt, wie du ihn in deinen Heimstunden oder auf dem Lager spielerisch umsetzen kannst. Was du unbedingt dazu wissen musst findest du dort als Infoblock. Falls du dich damit ausführlicher beschäftigen möchtest, haben wir dir in den meisten Fällen weiterführende Literatur aufgelistet.

Grundlegende Überlegungen zur Gestaltung des WiWö-Lebens findest du im Teil A des Behelfes.

Weg zum Versprechen

Während du auf dem Weg zum Versprechen bist, kannst du dir überlegen, ob du wirklich dabeibleiben willst - und die WiWö-Gemeinschaft kann sich überlegen, ob sie dich auch dabei haben will.

Es liegt jetzt an dir, dem Kind die Möglichkeit zu geben die Gemeinschaft und ihre Regeln kennenzulernen und sich dort angstfrei einzubringen. Das ist dann möglich, wenn das Kind noch nicht gefordert wird etwas zu können (das passiert erst auf dem "Weg zum 1.Stern") oder sich zu beweisen. Du und deine WiWö, ihr sollt ihm vielmehr die WiWö-Gemeinschaft so vorstellen, dass es sich entscheiden kann, ob es dieser Gemeinschaft angehören will. Vergiss nicht, auch den übrigen WiWö zu ermöglichen, das neue Kind kennen und akzeptieren zu lernen.

Methoden dazu sind bei den jeweiligen Erprobungspunkte genau beschrieben.

Versprechen

Wenn dein Volk/deine Meute sich entschieden hat, dass du aufgenommen wirst und du das selber auch möchtest, gibst du dein Versprechen. Du darfst damit dann das Halstuch tragen. Das wird sicher ein tolles und feierliches Erlebnis!

Vorbereitung mit WiWö

Erzähle ihnen die Geschichte "Von der Aufnahme Moglis zu den Wölfen am Ratsfelsen" aus dem Dschungelbuch oder "Von der Wichtelnacht bei der Titona an das Gesetz des Waldenlandes erinnert" aus Puck sucht ihren Namen und sprecht darüber.

Gemeinsame Feier

Erkundige dich nach den Traditionen deiner Gruppe, wie Versprechensfeiern bei euch gestaltet werden. Übernimm sie aber nicht einfach, sondern beachte Folgendes:

  • Das Kind gibt sein Versprechen in deine Hand und verpflichtet sich damit dir - als Person - sich zu bemühen. Somit bist du auch aufgefordert, ihm zu helfen, es zu halten. Es kann sich noch keiner Idee verpflichten, das ist viel zu abstrakt. WiWö sollten daher das Versprechen auf keinen Fall auf eine Fahne oder ähnliche Symbole ablegen müssen.
  • Das Kind hat ein Recht auf eine persönliche und schöne Feier im kleinen Rahmen der WiWö-Gemeinschaft.
  • Beziehe alle anderen WiWö in die Feier ein, indem du sie z.B. an ihr eigenes Versprechen erinnerst oder ihnen kleine Gestaltungsaufgaben überträgst.

Einen konkreten Vorschlag für eine Versprechensfeier findest du im Kapitel "Unsere Zeremonien und Traditionen".

Nachdem du uns immer wieder in deinem Buch triffst, erzählen wir dir hier ein wenig mehr über uns:


Weg zum 1. und 2. Stern

Mit dem "Weg zum 1. Stern" beginnt die inhaltliche Arbeit im WiWö-Leben. Die einzelnen Erprobungspunkte sind (Lern-)Schritte, die die WiWö auf ihrem Weg zum Stufenziel machen. Wenn du dein Programm an den Erprobungspunkten orientierst ist damit sichergestellt, dass es inhaltlich ausgewogen ist. Der 1. Stern ist das Symbol dafür, dass das Kind "auf einem Auge sehend" ist.

Der "Weg zum 2. Stern" vertieft die Arbeit zu den 8 Schwerpunkten und "öffnet das zweite Auge".

Und übrigens: Wenn du nicht weißt, was "pottig" heißt oder was ein "goldener Ankus" ist, dann lies die Rahmengeschichten, dort wirst du die Ausdrücke sicher finden.

Da stand ich nun - auf einem Huflattichblatt - hieß nicht mehr Amona sondern Puck und fragte mich, was ich denn mit einem Erdgeist gemeinsam habe - noch dazu mit dem Erdgeist Puck, dessen böse Streiche überall gefürchtet sind. "Ich werde schon noch dahinter kommen", dachte ich und als das große Vollmondfest der Wichtelvölker und Tiere vorbei war, wanderte ich mit meinen Freunden und Freundinnen wieder zurück ins Tillenreich. Na ja, mein König - er heißt Till-o-Schreck - rief immer und immer wieder "0h Schreck, oh Schreck". Dann gab er mir den Rat, möglichst schnell alle Wichtelvölker zu besuchen. Vielleicht würde mir das Leben mit anderen Wichtelvölkern dabei helfen, das Wichtelgesetz zu begreifen. Und dann, so meinte er, würde ich auch wissen, welcher Streich ein guter und welcher ein böser ist. Nach dem Erdbeerfest, das ich mir keinesfalls entgehen lassen wollte, begab ich mich auf die Reise durch das Waldenland - begleitet von meiner allerbesten Freundin Salvit.

Während des ganzen Sommers war ich nun damit beschäftigt, von einem Wichtelland ins andere zu reisen. Und dabei habe ich sehr viel erlebt und sehr viel gelernt. Ich war bei allen Völkern, habe viele Freunde und Freundinnen gefunden. Ich weiß jetzt, dass "sich schämen" nichts mit ängstlich sein oder genieren zu tun hat sondern mit dem Wunsch, etwas ungeschehen zu machen. Etwas, was man selbst getan oder gesagt oder selbst nicht getan oder nicht gesagt hat. Etwas, wofür man sich eben schämt. Wie ich plötzlich auf "sich schämen" komme? Das ist so: Die Wichtel Waldenlands haben ein Gesetz - ein einziges - und das gilt für alle. Es heißt: "Kein Wichtel darf etwas sagen oder tun, dessen es sich schämen müsste". Das klingt ganz einfach und ist ganz schwierig. Glaub’ mir, ich weiß das. Hätte ich nämlich das Gesetz schon früher verstanden und mich daran gehalten, hätte ich mir und anderen sehr viel Ärger erspart. Kannst du dir vorstellen, warum das so schwierig ist? Was meinst du?

Meine Lehrer waren Baghira und Balu. Der Panter brachte mir das Jagen bei, der Bär die Gesetze des Dschungels und die Worte des Dschungels. Ich bin froh, dass ich mir vieles gemerkt habe, vor allem die Worte des Dschungels . "Wir sind vom gleichen Blute - du und ich..." die mir sogar einmal das Leben gerettet haben. Ich habe mich mit den Banderlogs, den Affen, unterhalten und mit ihnen gespielt, obwohl das für Dschungeltiere verboten war. Ich habe die Schlange Kaa beobachtet, wie sie ihre Opfer hypnotisiert, bevor sie sie verspeist. Am Ende habe ich sogar Shir Khan besiegt, allerdings nicht allein sondern mit Hilfe der Wasserbüffel.


Hier findest du die einzelnen Erprobungspunkte von 1. und 2. Stern:


Spezialabzeichen

Prinzipiell sollen WiWö erst mal an ihrem Weg zum 1. und 2. Stern arbeiten, bevor sie Spezialabzeichen anfangen. Darum sollen sie zwischen 1. und 2. Stern auch höchstens zwei Abzeichen erhalten.

Ist diese Grundausbildung aber abgeschlossen, dann können die WiWö mit dem Heftchen "Unsere Spezialabzeichen" ihre speziellen Interessen vertiefen, Hobbys und Dinge, mit denen sie sich schon länger beschäftigen auch bei den PfadfinderInnen einbringen oder Themen erforschen, die sie immer schon interessiert haben.

SpezialistIn

Hat ein WiWö den 1. und den 2. Stern erworben und vier gleichfärbige Spezialabzeichen abgelegt, wird er/sie automatisch zur/m Spezialisten/in. Er/Sie hat also einen Schwerpunkt sehr vertieft. Dazu gibt es eine passende Urkunde. Du kannst die Buchstaben und Abzeichen auf der Urkunde in der Farbe des Schwerpunktes anmalen. Natürlich kann ein Kind mehrmals für verschiedene Schwerpunkte diese Urkunde bekommen, d.h. SpezialistIn in verschiedenen Schwerpunkten werden.

Tausendsassa

Hat ein WiWö den 1. und den 2. Stern erworben und vier verschiedenfärbige Spezialabzeichen abgelegt, wird er/sie automatisch zum Tausendsassa. Er/Sie hat sich also mit mehreren Schwerpunkten vertiefend beschäftigt. Auch dazu gibt es eine passende Urkunde. Du kannst hier die Buchstaben und Abzeichen in den entsprechenden Schwerpunktfarben anmalen.

Tanzendes Wichtel/Springender Wolf

Hat ein WiWö den 1. und den 2. Stern erworben und vier Spezialabzeichen abgelegt, hat er/sie damit die Grundlage geschaffen, "Tanzendes Wichtel" oder "Springender Wolf" zu werden. Nun entscheidest du, als verantwortliche/r FührerIn, ob das Verhalten des Kindes für das Volk/die Meute vorbildlich ist. Diese Auszeichnung wird also nicht automatisch verliehen, sondern ist an deine Entscheidung gebunden. Solltest du dieses Abzeichen verleihen, machst du dem WiWö sicher eine große Freude damit. Erzähle deinem Volk/deiner Meute unbedingt, warum du diesem Kind das Abzeichen gibst. Die Vorbildwirkung den anderen gegenüber wird erst dadurch deutlich. Solltest du Bedenken haben einem Kind das Abzeichen zu geben, so sprich mit ihm darüber und sage ihm, welche Gedanken du dir machst. Es hat vielleicht durch dieses Gespräch die Chance dir zu sagen oder später zu zeigen, dass es sich bemüht, so gut es eben kann. Es hat sich immer wieder bewährt, dass mehrere Personen über die Vergabe des "Tanzenden Wichtels" oder des "Springenden Wolfes" gemeinsam entscheiden. Du vermeidest dadurch, dass du dich von persönlichen Vorurteilen, die du einem Kind gegenüber vielleicht hast, leiten lässt.

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