Einfaches und naturverbundenes Leben: Unterschied zwischen den Versionen

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Kresse und Bohnen eignen sich besonders gut, von Kinder aufgezogen zu werden, weil sie eine geringe Keimdauer haben. So erleben die WiWö schon in wenigen Tagen, wie sich aus Samen ein Pflänzchen entwickelt.
 
Kresse und Bohnen eignen sich besonders gut, von Kinder aufgezogen zu werden, weil sie eine geringe Keimdauer haben. So erleben die WiWö schon in wenigen Tagen, wie sich aus Samen ein Pflänzchen entwickelt.
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==Literatur==
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* Cornell, Joseph: Mit Kindern die Natur erleben (Verlag an d. Ruhr)SBN 3-927279-97-8
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* Tester, Urs: Natur als Erlebnis Bd.1 Methodik, Spiele, Wissen (Zytglogge) ISBN 3-7296-0489-9
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* Tester, Urs: Natur als Erlebnis Bd.2 Umweltbewusstsein, Naturschutz, Camp (Zytglogge) ISBN 3-7296-0490-2
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* Greisenegger, Ingrid/ Katzmann, Werner/ Pitter, Klaus: Umweltspürnasen Aktivbuch Boden (Orac) ISBN 3-7015-0177-7
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* Greisenegger, Ingrid/ Katzmann, Werner/ Pitter, Klaus: Umweltspürnasen Aktivbuch Wasser (Bertelsmann) ISBN 3-570-20165-1
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* Greisenegger, Ingrid/ Katzmann, Werner/ Pitter, Klaus: Umweltspürnasen auf Entdeckungsreise. In die Natur, am Wasser, am Tümpel, im Wald, am Boden (Orac) ISBN 3-7015-0346-X
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'''Tiere und Pflanzen'''
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* Maurer, Gertrude: Pflanzen und Tiere um uns (Jugend&Volk) Bd.1 ISBN 3-7141-5265-2 Bd.2 ISBN 3-7141-5259-8
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* Das grosse Ravensburger Lexikon (Ravensburger) ISBN 3-473-35454-6
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* Eisenreich, Wilhelm/ Zimmer, Ute/ Handel, Alfred: Der BLV Tier- und Pflanzenführer für unterwegs (BLV) ISBN 3-405-14800-6
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* Jaquemier, Sue: Wir entdecken und bestimmen das Leben im Wald (Ravensburger Tb.3045) ISBN 3-473-53045-X
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* Aas, Gregor/Riedmüller, Andreas: GU-Naturführer Bäume (Gräfe und Unzer) ISBN 3-7742-4058-2
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* Maurer, Gertrude: Pflanzen und Tiere um uns (Jugend&Volk) Bd.1:ISBN 3-7141-5265-2 Bd.2:ISBN 3-7141-5259-8
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* Kettenbach, Jarolim, Ebner: Menschen, Tiere, Pflanzen, Dinge Sachunterricht für die 3. (SchBNr. 1623 ISBN 3-215-06927-X) und 4. Schulstufe (SchBNr. 1944 ISBN 3-215-06510-X) und die dazugehörigen Lehrerhefte
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* Aas, Gregor/Riedmiller, Andreas: GU Naturführer Bäume ISBN 3-7742-1016-0
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* Aichele, Dietmar: Was blüht denn da? Kosmos Naturführer ISBN 3-440-06837-4
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* Press, Hans Jürgen: Der Natur auf der Spur (Ravensburger Tb.3034) ISBN 3-473-53034-4
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* Podlech, Dieter: GU Naturführer Heilpflanzen (Gräfe und Unzer) ISBN 3-7742-4060-4
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* Kremer, Bruno: Giftpflanzen (Kosmos Naturführer) ISBN 3-440-06435-2
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* Krüger, Ursula: Gärtnern macht den Kindern Spaß. Obst, Gemüse, Blumen, Gras (Falken Bücher 4517) ISBN 3-8068-4517-4
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* Garten – und Obstbaukataloge
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'''Müllvermeidung'''
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* Pausewang, Gudrun: Die Wolke (Ravensburger) ISBN 3-473-58014-7
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* Wir Kinder dieser Erde. Ein Umwelt-Lesebuch(Heyne 01/10675) ISBN 3-453-13670-5
 +
* Koch, Jürgen: Unterrichtsmaterialien Müll (Greenpeace/Die Werkstatt) ISBN 3-923478-76-3
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* Umwelterkundungen: Unser Müll. Sachinformationen, Didaktisch-methodische Hinweise, Unterrichtsmaterialien. Lehrheft mit Kopiervorlagen (Auer Donauwörth) ISBN 3-403-02281-1
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'''Wetter'''
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* Buch-Aktiv-Box: Wetterstation (ars edition) ISBN 3-7607-5491-0
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* Bottmeyer, Manfred: Das Wetterbuch für Wetterfrosch & Co. (Coppenrath) ISBN 3-88547-855-2
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'''Wasser'''
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* Greisenegger, Ingrid/ Katzmann, Werner/ Pitter, Klaus: Umweltspürnasen Aktivbuch Wasser (Bertelsmann) ISBN 3-570-20165-1
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* [http://www.wwf.at WWF]: Ratgeber Trinkwasser

Version vom 30. November 2007, 23:22 Uhr

Weg zum 1. Stern

Ich bin gern in der Natur und verhalte mich dort richtig.

Sich richtig in der Natur verhalten heißt, sie zuerst mit allen Sinnen auf dich wirken zu lassen. Wenn du dich auf eine Wiese legst, unter einen Baum oder dich an einen Bach setzt und dann noch die Augen schließt, dann wirst du Vieles hören und auch riechen, oder sogar fühlen. Auch vor, während und nach einem Regen riecht alles anders. Die Stimmen der Vögel erzählen, ob alles in Ordnung ist oder ob Gefahr aufkommt. Das Rascheln der Blätter oder das Rauschen des Wassers können ungetrübte Ruhe widerspiegeln oder aufkommenden Wind oder Regen ankündigen. Die Oberflächen der Pflanzen wie Blätter, Stängel und Rinden fühlen sich unterschiedlich an. Frisch gepflückte Beeren sind besonders aromatisch und vitaminreich. Aber auch andere Pflanzen lassen sich zu wohlschmeckenden Mahlzeiten verarbeiten. Da musst du dich allerdings vorher bei Erwachsenen erkundigen, ob die jeweilige Pflanze auch essbar ist.

Bei Begegnungen mit Tieren ist vor allem Ruhe, aber auch Vorsicht geboten. Berühre kein Tier, denn es könnte krank und damit auch gefährlich für dich sein. Teile deine Beobachtungen Erwachsenen mit, damit dann Jäger, Förster, oder auch die Gendarmerie verständigt werden können. Das gilt auch für verletzte oder verendete Tiere.

Überrascht dich ein Gewitter im Wald oder auf einer Wiese, stelle dich nicht gerade unter einen Baum und lauf auch nicht weg. Am Besten ist es, du hockst dich mit geschlossenen Füßen in eine Bodenvertiefung. Du bist dann vor einem Blitzschlag ziemlich gut geschützt. Wenn du an einem See bist und es aussieht, als würde ein Gewitter kommen, steig auf keinen Fall mehr in ein Boot ein. Bist du aber schon mit dem Boot unterwegs oder schwimmst du gerade und hast nur den geringsten Verdacht, dass ein Gewitter im Anzug ist - kehre so schnell wie möglich ans Ufer zurück.


Das Große Suchen

Bei diesem Spiel geht es darum, natürliche Gegenstände zu finden. Gib den WiWö eine Liste mit den Dingen, die sie suchen sollen. Weise sie darauf hin, dass sie nur die Dinge nehmen sollen, die sie ohne Beschädigung wieder zurückbringen können. Nach einer bestimmten Zeit werden die gefundenen Gegenstände - es werden nicht immer alle sein - vorgestellt und evtl. kurz besprochen.


Liste:

  • eine Feder
  • ein Same, der vom Wind getragen wird
  • genau hundert Stück von einer Sache
  • ein Ahornblatt
  • einen Dorn
  • einen Knochen
  • drei verschiedene Samen
  • ein getarntes Tier
  • etwas Rundes
  • ein Stück Eierschale
  • etwas Flauschiges
  • etwas Scharfes
  • ein Stückchen Pelz
  • fünf von Menschen hinterlassene Abfallstücke
  • etwas vollkommen Gerades
  • etwas Schönes
  • etwas Natürliches, das nutzlos ist
  • ein angeknabbertes Blatt (nicht von euch!)
  • etwas, das ein Geräusch macht
  • etwas Weißes
  • etwas, das für die Natur wichtig ist
  • etwas, dass euch an die WiWö erinnert
  • etwas Weiches
  • einen natürlichen Wärmespeicher
  • ein glückliches Lächeln


Hinweise

  • Alles in der Natur hat eine Funktion! (siehe 17)
  • Alles ist für die Natur wichtig! (siehe 21)
  • Ein natürlicher Wärmespeicher ist alles, was Sonnenenergie speichert: Wasser, Felsen, Pflanzen, Tiere. (siehe 24)


Ich kenne drei heimische Tiere, die in der Natur leben. Ich weiß, wie und wo sie leben und wovon sie sich ernähren.

Überall in der Natur gibt es Tiere - und früher hat es noch viel mehr gegeben. Viele Tiere wurden von den Menschen vertrieben, weil diese sie für schädlich hielten oder ihren Lebensraum zerstörten. Die Natur kennt keine schädlichen oder nützlichen Tiere - alle Lebewesen sind gleich wichtig, egal ob sich Menschen davor ekeln oder fürchten, sie mögen oder zum "Fressen" gern haben. Es ist für dich bestimmt nicht schwierig zu entscheiden, welche Tiere du beobachten und beschreiben willst, es sollen nur drei verschiedene Arten sein - also nicht drei Füchse oder gar drei Ameisen.


Das Wunder des Purun Baghat (aus dem Dschungelbuch)

Ein Inder, der durch seine bescheidene Art alles erreicht hatte, verließ eines Tages seine Familie, seine offiziellen Ämter und ging nach altem indischen Brauch (20 Jahre lang Jüngling, 20 Jahre lang "Kämpfer", 20 Jahre lang Haupt eines Hausstandes) im ockergelben Gewand eines heiligen Mannes fort. Da seine Mutter aus den Bergen stammte, ging auch er in die Berge, wanderte auf der Himalaja-Tibet-Straße und ließ sich auf einem Pass im Heiligtum der Gottheit Kali nieder. Die Dorfbevölkerung freute sich über das Niederlassen eines Brahmanen und füllte seine Bettelschale mit Nahrung.

Aber nicht nur die Menschen suchten den alten Mann auf, auch die Tiere beäugten den oft stundenlang regungslos Dasitzenden neugierig. Zuerst waren es die Langurs, große graubärtige Affen, dann gesellte sich der große Edelhirsch Barasingh hinzu, der ihm sogar seine Hindin und seine Hirschkälber "vorstellte". Auch das scheueste Rotwild, das Moschustier fasste Vertrauen zu diesem Einsiedler.

Purun Baghat nannte die Tiere seine Brüder und sein Ruf "Bhai, bhai" lockte sie alle aus dem Wald herbei. Da kamen der schwarze Himalajabär Sona und viele anderen Tiere und wurden durch Streicheln und Leckerbissen wie Nüsse und Beeren verwöhnt. Der Weise schürte für die Tiere in kalten Nächten das Feuer und dann kamen sie näher und legten ihre Köpfe in seinen Schoß.

Nach vielen Jahren fielen einmal extrem starke Sommerregen und Purun Baghat schürte eines Nachts sein Feuer besonders hoch, aber kein Tier näherte sich seinem Schrein. Doch während er dann einschlief, weckte ihn ein Langur und wenig später kam auch der Hirsch Barasingh zum Heiligtum. Gemeinsam mit ihm konnte der alte Eremit das Dorf erreichen und die Bevölkerung vor dem drohenden Bergsturz warnen, der die Tiere so unruhig gemacht hatte. Alle flüchteten dann gemeinsam vor der Katastrofe auf den höchsten Punkt des gegenüberliegenden Tales. Dort allerdings verließen den weisen alten Mann die Kräfte und im Kreise seiner Tiere schied er aus dem Leben. So hatte er, weil er auf die "stummen" also für andere Menschen unverständlichen Zeichen seiner Brüder, der Tiere gehört hatte, Leben retten können.

Auch unser Vorbild und Freund, der Heilige Franz von Assisi, konnte mit den Tieren, die auch er seine Brüder nannte, reden und sie verstehen. Mach deine WiWö für die Natur und ihre vielen "stummen" Signale sensibel!


Tier-Ratespiel, Beschreiben

Zu Purun Baghat kamen auch oft Kinder zu Besuch, um mit ihm ein lustiges Ratespiel zu spielen. Sie versuchten ihm Tiere so knifflig zu beschreiben, dass er sie nicht gleich erraten konnte. Allerdings erriet Purun Baghat jedes Tierrätsel. Er kannte alle Tiere viel zu gut, sie waren ja seine Brüder. Wie ist das mit euch? Könnt ihr auch knifflige Tierrätsel erfinden? Könnt ihr die Rätsel der anderen lösen?


Ich kenne drei heimische Pflanzen, die in freier Natur wachsen.Ich weiß ihre Namen und kann sie beschreiben oder zeichnen.

Pflanzen, die unter einer asphaltierten Straße wachsen, bohren sich die Löcher selbst. Der Druck den die Sprossen erzeugen, ist so stark, dass er die Decke sprengt. Versuch einmal, trockene Erbsen in eine kleine Schachtel einzugipsen und wässere dann den Gipsblock. Vielleicht schaffen es die Erbsenkeime, den Gips zu sprengen! Übrigens: Der geknickte Halm richtet sich wieder auf, solange er noch grün ist, weil ihm die Sonne dabei hilft.


Tillen-Immobilien (Zeichnen, Entwerfen, Formulieren)

Wie du weißt, sind Tillenwichtel ja Nomaden und bewohnen immer gerade die Blumen, die ihnen am besten gefallen. Das ist ein ziemlich schönes Leben. Denn schönere Wohnungen kann's ja wohl nicht geben. Und noch dazu so viele verschiedene! Am besten wir gehen mal raus zu einer schönen Blumenwiese und schauen uns die vielen verschiedenen Tillenwichtel-Wohnungen an. Passt aber auf, dass ihr sie nicht zertrampelt! Vielleicht will ja nächste Woche gerade hier ein Tillenwichtel einziehen. Sucht euch also eine Blume und zeichnet sie so schön ihr könnt ab. Zurück im Heim könnt ihr die Tillenwohnung ja auch noch einrichten. Was gehört alles in eine richtige Wichtelwohnung? Oder wollt ihr vielleicht gar eine Zeitungsannonce aufgeben? Warum soll ein Tillenwichtel, oder gar der König Till-o-schreck, gerade in eurer Blumenwohnung einziehen?


Ich suche einen Laubbaum und beobachte genau, wie er sich im Laufe der Jahreszeiten verändert.

"Weißt du, warum ich im Winter nicht auf Bäume klettern darf?" "Du meinst hier in Österreich? Weil im Dschungel darf ich das immer tun, denn da ist es immer gleich warm, und die Bäume haben auch immer frische Blätter. Sie stehen das ganze Jahr "unter Saft"." "Ja, dann ist es für mich klar: Wenn ein Baum grüne Blätter hat, sind seine Äste elastische genug, um mich zu tragen. Ohne Blätter oder wenn die Blätter schon gelb, rot oder braun sind, sind die Äste spröde und brüchig, und es ist zu gefährlich, auf ihnen zu hängen, zu turnen, zu schaukeln, oder einfach auch nur zu träumen ......"

Dieser Erprobungspunkt wird dann im 2. Stern ("Ich habe über "meinen" Baum ein Tagebuch geführt und bin jetzt schon eine tolle Naturbeobachterin/ein toller Naturbeobachter.") weitergeführt. Daher bietet es sich an, gleich mit dem Tagebuch zu beginnen. Baue die "Begegnung mit meinem Baum" während aller vier Jahreszeiten in dein Heimstundenprogramm ein.


Tagebuch

In ein Tagebuch muss nicht immer nur geschrieben werden. Ergänzt es doch mit Fotos, Zeichnungen, einem Blätterdruck, gepressten Blättern, Blattpausen oder eingeklebten Früchten.


Spiel "Einem Baum begegnen"

Verbinde die Augen eines Kindes und führe es zu einer Baumgruppe. Hilf dem "blinden" Kind seinen Baum kennenzulernen, indem du ihm Fragen stellst. ( z.B. Kannst du ihn mit deinen Armen umfassen? Kannst du Pflanzen finden, die auf ihm wachsen? Findest du Spuren von Tieren, Flechten oder Insekten? Was fühlst du, wenn du deine Wange an der Rinde reibst?) Führe das Kind nach einer Weile zurück zum Ausgangspunkt. Nun nimm die Augenbinde ab und lass das Kind "seinen Baum" wiederfinden. Sprecht darüber, woran das Kind "seinen Baum" erkannt hat oder warum das nicht möglich war.


Weg zum 2. Stern

Ich kenne fünf heimische Früchte. Ich weiß, wann und wie sie blühen und wann sie reif sind. Ich weiß, wie man sie verwenden kann.

Hier ist es vor allem wichtig, jene fünf heimischen Früchte für die Kinder auszuwählen, die in der unmittelbaren Umgebung auch in natura zu beobachten sind. Auch in der Großstadt gibt es dazu die Möglichkeit.

Tipp: Wie bei vielen anderen Erprobungspunkten hören die Kinder schon vieles in der Schule im Rahmen des Sachunterrichts und du kannst dir sicher die verwendeten Bücher besorgen. Du wirst da ausreichend über das Wissen deiner Kinder informiert und kannst dir auch ein Bild davon machen, wie es den Kindern vermittelt wird, damit du einerseits die gleichen Methoden zur Vertiefung anwenden, aber auch dir ganz andere, besonders aber alle Sinne ansprechende Wege der Erfassung erarbeiten kannst.

Suchspiel

Mit Hilfe verschiedener Obst- und Gartenbücher (Kataloge) versuchen die WiWö ring-/ rudelweise deine Fragen zu lösen. (z.B.: Auf welcher Seite findest du die Blüte eines Apfelbaumes? Wie viele Obstsorten findest du in den Büchern?)


Spiel "Wer bin ich"

Klebe jedem WiWö ein Bild einer Obstsorte auf den Rücken. Ein Kind nach dem anderen stellt nun den übrigen Kindern Fragen nach seiner Identität. Die Antwort darf nur Ja, Nein oder Vielleicht sein. Sobald alle zu wissen glauben, wer sie sind, schreiben sie die Lösung auf einen Zettel. Ein Kind nach dem anderen darf dann mit dem Rücken zum Publikum verkünden: "Ich bin eine Walnuss." Ob es richtig geraten hat, wird es am Geklatsche erkennen.


Ich habe über "meinen" Baum ein Tagebuch geführt und bin jetzt schon eine tolle Naturbeobachterin / ein toller Naturbeobachter.

Hast du beobachtet, ob Vögel in deinem Baum nisten - und welche? Wie die Baumrinde aussieht? Ob Moos darauf wächst und wo? Ob da Tiere herumkrabbeln?

Ist dir aufgefallen, dass ein Baum an der Südseite dichteres Laub, stärkere und längere Äste und mehr Blüten hat als auf der Nordseite? Denk an das Sonnenlicht: Bäume brauchen es ja um ihre Nährstoffe zu produzieren, also ist es klar, dass sie sich gern an die Sonne "anlehnen".

Wenn du an einem Baumstamm eine Markierung anbringst, (Bitte nicht mit einem Messer, das schadet dem Baum!) z.B.150 cm über den Boden, wird diese Markierung nach zwei Jahren noch immer ungefähr 150 cm über dem Boden sein obwohl der Baum gewachsen ist. Der Stamm wird zwar dicker durch die Jahresringe - was aber in die Länge wächst, sind Wurzel- und die Sprossspitzen. Dieses Längenwachstum passiert dadurch, dass oben am Wipfel, unten an den Wurzelspitzen und seitlich an den Ästen immer neue Zellen an die Spitzen "draufgesetzt" werden. Es ist also wie beim Lego spielen: Wenn du da einen Turm baust und einen Stein auf den anderen setzt, wird der Turm auch immer höher, obwohl jeder Stein auf seinem Platz bleibt.


Tagebuch

weiterführen (siehe 1. Stern "Ich suche einen Laubbaum und beobachte genau, wie er sich im Laufe der Jahreszeiten verändert.")


Ich möchte weiterhin mithelfen, dass meine Umwelt so schön bleibt. Ich weiß, wie ich Müll vermeide. Ich trenne den Müll.

Manchmal ist es ganz schön schwierig, Müll zu vermeiden - vor allem dann, wenn gute Dinge ganz oft und gar nicht umweltfreundlich verpackt werden. Hast du eigentlich gewusst, wie das mit dem Müll so ist? Wenn ein Mülleimer voll ist, wird er in eine Mülltonne geleert - und wenn diese voll ist, kommen die Müllmänner und bringen den Müll zu einer Müllverbrennungsanlage. Nicht jeden Müll kann man verbrennen - also wird auch ein Teil vergraben. Jeden Tag wird auf der ganzen Erde Müll weg geworfen, verbrannt, vergraben und manchmal wieder verwertet.

Es gibt Müll, der wieder zu Erde wird - aber es gibt auch Müll - und davon leider sehr viel - der immer Müll bleibt.

Wende dich an die jeweilige Beratungsstelle deines Bundeslandes, wenn du Hilfe und Informationen brauchst. Die Bestimmungen zur Mülltrennung sind von Bundesland zu Bundesland verschieden. Beachte auch, dass es meist keine 100%igen Lösungen gibt, welche Verpackungen besser/schlechter sind, meist gibt es Vor- und Nachteile.


Einkaufsliste erstellen

Schreibe auf eine Einkaufsliste Produkte, die ihr z.B. für ein Fest oder Lager braucht. Die WiWö sollen sich rudelweise entscheiden, welche Produkte sie einkaufen bzw. welche Alternativen sie wählen. (Gegenüberstellung wie Glas-Dose, Eier aus Bodenhaltung, gebleichtes Toilettenpapier, abgepacktes Rindfleisch,...) Dabei sollen sie sowohl darauf achten, möglichst viel Müll zu vermeiden, als auch umweltfreundliche Produkte zu wählen. (Vergiss bloß nicht, diesen Einkauf dann auch in die Praxis umzusetzen!)


Spezialabzeichen

Tierfreundin.jpg TierfreundIn

Auch für Kinder, die kein eigenes Haustier haben (dürfen/können), besteht vielleicht die Möglichkeit für einen Monat die Pflege eines Tieres zu übernehmen. Damit lernen sie, für ein Lebewesen, dass ihnen anvertraut ist, Verantwortung zu übernehmen. Verantwortung heißt aber auch, sich kein Tier anzuschaffen, wenn man sich nicht darum kümmern, oder es nicht artgerecht halten kann.

Auch ein herrenloses Tier bitte nicht berühren, sondern bei Förster/Jäger, dem Tierheim, dem/der Tierärztin oder Gendarmerie/Polizei Hilfe erbitten.


Wetterfrosch.jpg Wetterfrosch

Auf dem Lager einmal eine Woche lang das Wetter genau beobachten, dazu einfache Geräte bauen – wäre das nicht einmal etwas Anderes?

Wie entsteht eigentlich ....

Nebel: Gasförmiges Wasser heißt Dampf und ist unsichtbar. In der Luft um uns herum ist immer Wasserdampf vorhanden. Dieser wird sichtbar, wenn sich der Dampf wieder in kleine Wassertröpfchen (= Nebel) verwandelt. Das passiert, wenn bei einer bestimmten Temperatur zu viel Wasserdampf in der Luft vorhanden ist. Je kälter es ist, desto weniger Dampf kann die Luft "aufnehmen". Wolken sind nichts anderes als Nebel (manchmal allerdings mit etwas Eis drinnen). Sie liegen nur höher und berühren den Boden nicht.

Regen: Werden die Tröpfchen in einer Wolke zu groß und schwer, fallen sie zu Boden. Es regnet.

Schnee: Gefrieren die kleinen Wassertröpfchen, so entstehen ganz kleine und filigrane Eiskristalle. Mehrere solcher Kristalle bilden zusammen eine Schneeflocke.

Hagel: Hagelkörner sind feste Eisklumpen (0,5 bis 7 cm Durchmesser und mehr!). Sie entstehen, wenn in einer Wolke Eis und Wasser lange herumgewirbelt werden. Dabei kann es geschehen, dass anfänglich bei kleinen Eiskristallen immer mehr Wasser anfriert und sie so zu großen Eisklumpen werden. Reicht der starke Wind in den Wolken nicht mehr aus die Hagelkörner zu halten, fallen sie zu Boden und können großen Schaden anrichten.

Blitz: Blitze sind große Funkenentladungen zwischen verschieden elektrisch geladenen Wolken oder zwischen Wolken und der Erde. Dabei entsteht auch ein "Lichtblitz", den wir sehen können. Wie Blitze genau entstehen ist aber noch immer ziemlich unklar.

Donner: Ein Blitz erhitzt die ihn umgebende Luft sehr stark. Diese Luft dehnt sich explosionsartig aus und erzeugt eine Druckwelle, die von uns als Donner gehört werden kann.

Regenbogen: Fällt Sonnenlicht auf Wassertropfen (einer Regenwand z.B.) so spaltet es sich in seine Spektralfarben auf. Steht der Beobachter im richtigen Winkel zur Sonne kann er einen Regenbogen, manchmal auch einen zweiten Neben-Regenbogen sehen. Die Farben des Regenbogens sind von innen nach außen: Violett, Indigo, Blau, Grün, Gelb, Orange und Rot.


Wasserfloh.jpg Wasserfloh

Das wäre auch einmal ein spannendes Lagerprogramm! Beim Wassertest brauchen die Kinder wahrscheinlich deine Hilfe. Wie geht es euch dabei, wenn ihr versucht, einen Tag lang möglichst wenig Wasser zu verbrauchen?


Gaertnerin.jpg GärtnerIn

Kresse und Bohnen eignen sich besonders gut, von Kinder aufgezogen zu werden, weil sie eine geringe Keimdauer haben. So erleben die WiWö schon in wenigen Tagen, wie sich aus Samen ein Pflänzchen entwickelt.


Literatur

  • Cornell, Joseph: Mit Kindern die Natur erleben (Verlag an d. Ruhr)SBN 3-927279-97-8
  • Tester, Urs: Natur als Erlebnis Bd.1 Methodik, Spiele, Wissen (Zytglogge) ISBN 3-7296-0489-9
  • Tester, Urs: Natur als Erlebnis Bd.2 Umweltbewusstsein, Naturschutz, Camp (Zytglogge) ISBN 3-7296-0490-2
  • Greisenegger, Ingrid/ Katzmann, Werner/ Pitter, Klaus: Umweltspürnasen Aktivbuch Boden (Orac) ISBN 3-7015-0177-7
  • Greisenegger, Ingrid/ Katzmann, Werner/ Pitter, Klaus: Umweltspürnasen Aktivbuch Wasser (Bertelsmann) ISBN 3-570-20165-1
  • Greisenegger, Ingrid/ Katzmann, Werner/ Pitter, Klaus: Umweltspürnasen auf Entdeckungsreise. In die Natur, am Wasser, am Tümpel, im Wald, am Boden (Orac) ISBN 3-7015-0346-X

Tiere und Pflanzen

  • Maurer, Gertrude: Pflanzen und Tiere um uns (Jugend&Volk) Bd.1 ISBN 3-7141-5265-2 Bd.2 ISBN 3-7141-5259-8
  • Das grosse Ravensburger Lexikon (Ravensburger) ISBN 3-473-35454-6
  • Eisenreich, Wilhelm/ Zimmer, Ute/ Handel, Alfred: Der BLV Tier- und Pflanzenführer für unterwegs (BLV) ISBN 3-405-14800-6
  • Jaquemier, Sue: Wir entdecken und bestimmen das Leben im Wald (Ravensburger Tb.3045) ISBN 3-473-53045-X
  • Aas, Gregor/Riedmüller, Andreas: GU-Naturführer Bäume (Gräfe und Unzer) ISBN 3-7742-4058-2
  • Maurer, Gertrude: Pflanzen und Tiere um uns (Jugend&Volk) Bd.1:ISBN 3-7141-5265-2 Bd.2:ISBN 3-7141-5259-8
  • Kettenbach, Jarolim, Ebner: Menschen, Tiere, Pflanzen, Dinge Sachunterricht für die 3. (SchBNr. 1623 ISBN 3-215-06927-X) und 4. Schulstufe (SchBNr. 1944 ISBN 3-215-06510-X) und die dazugehörigen Lehrerhefte
  • Aas, Gregor/Riedmiller, Andreas: GU Naturführer Bäume ISBN 3-7742-1016-0
  • Aichele, Dietmar: Was blüht denn da? Kosmos Naturführer ISBN 3-440-06837-4
  • Press, Hans Jürgen: Der Natur auf der Spur (Ravensburger Tb.3034) ISBN 3-473-53034-4
  • Podlech, Dieter: GU Naturführer Heilpflanzen (Gräfe und Unzer) ISBN 3-7742-4060-4
  • Kremer, Bruno: Giftpflanzen (Kosmos Naturführer) ISBN 3-440-06435-2
  • Krüger, Ursula: Gärtnern macht den Kindern Spaß. Obst, Gemüse, Blumen, Gras (Falken Bücher 4517) ISBN 3-8068-4517-4
  • Garten – und Obstbaukataloge

Müllvermeidung

  • Pausewang, Gudrun: Die Wolke (Ravensburger) ISBN 3-473-58014-7
  • Wir Kinder dieser Erde. Ein Umwelt-Lesebuch(Heyne 01/10675) ISBN 3-453-13670-5
  • Koch, Jürgen: Unterrichtsmaterialien Müll (Greenpeace/Die Werkstatt) ISBN 3-923478-76-3
  • Umwelterkundungen: Unser Müll. Sachinformationen, Didaktisch-methodische Hinweise, Unterrichtsmaterialien. Lehrheft mit Kopiervorlagen (Auer Donauwörth) ISBN 3-403-02281-1

Wetter

  • Buch-Aktiv-Box: Wetterstation (ars edition) ISBN 3-7607-5491-0
  • Bottmeyer, Manfred: Das Wetterbuch für Wetterfrosch & Co. (Coppenrath) ISBN 3-88547-855-2

Wasser

  • Greisenegger, Ingrid/ Katzmann, Werner/ Pitter, Klaus: Umweltspürnasen Aktivbuch Wasser (Bertelsmann) ISBN 3-570-20165-1
  • WWF: Ratgeber Trinkwasser