Puck: Unterschied zwischen den Versionen

Aus WiWöPedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Zeile 26: Zeile 26:
  
 
Nun - der Name Puck gefällt mir sowieso besser als Amona, denn lieblich sein kann bald jemand, ohne auch nur einen Finger zu rühren oder einen Gedanken zu verschwenden - aber wer hat schon gute -wirklich gute- Streichideen? Oder hat der Rat der Weisen etwas Anderes gemeint? Was meinst du?
 
Nun - der Name Puck gefällt mir sowieso besser als Amona, denn lieblich sein kann bald jemand, ohne auch nur einen Finger zu rühren oder einen Gedanken zu verschwenden - aber wer hat schon gute -wirklich gute- Streichideen? Oder hat der Rat der Weisen etwas Anderes gemeint? Was meinst du?
 +
 +
==Weiter zu==
 +
* '''[[Unsere Rahmengeschichten - Waldenland und Dschungel]]'''
 +
* '''[[Waldenland|Waldenland - "Puck sucht ihren Namen"]]''' - Historie, Zusammenfassung
 +
* '''[[Wichtelvölker und Waldenlandnamen]]'''
  
 
==Literatur==
 
==Literatur==
 
* Peter Inge: Puck sucht ihren Namen (Allzeit-Bereit-Verlag) [http://www.ppoe.at/scoutshop/shop/buecher Scout Shop]
 
* Peter Inge: Puck sucht ihren Namen (Allzeit-Bereit-Verlag) [http://www.ppoe.at/scoutshop/shop/buecher Scout Shop]

Version vom 26. November 2007, 21:53 Uhr

Über Waldenland und seine kleinen Bewohner und Bewohnerinnen habe ich ja schon im Buch ein wenig erzählt - und darüber, dass ich einmal Amona geheißen habe. Du willst nun bestimmt wissen, wie ich zu meinem neuen Namen kam - und warum...

Es hat mir immer sehr viel Spaß gemacht, anderen Leuten Streiche zu spielen - und glaube mir, ich war eine Meisterin darin. Auf manche ganz besonders guten Streiche bin ich ziemlich stolz - auf andere wieder weniger. Genau genommen, wird mir ganz heiß, wenn ich an diese denke. Und ein solcher Streich war der Anlass für meinen Namenswechsel.

Sana ist eine Ente. Ich war gerade bei den Seebilbenwichteln auf Besuch, als ich Sanas Gelege entdeckte. Eigentlich wollte ich ja nur wissen, ob Enteneier viel oder wenig wiegen. Da ist mir eingefallen, wie ich das herausfinden - und dabei Spaß haben könnte. Ich bat Apa um ein wenig Honig und als Sana einmal kurz ihr Gelege verlassen hatte, bestrich ich die Eier ganz dick mit Honig. Übrigens - Apa ist eine Honigbiene und meine Freundin.

Nun hüpfte ich auf ein Seerosenblatt, legte mich bequem auf den Bauch und wartete. Kannst du dir denken, worauf? Stell dir vor, die Ente setzt sich auf die klebrigen Eier und will dann wegfliegen. Was wird passieren? Sind die Enteneier leicht, werden sie am Gefieder kleben bleiben - und alle Wichtel und Tiere werden ganz erstaunt eine Ente sehen, die ihr Gelege spazieren fliegt. Ein toller Spaß!

Sind die Eier aber schwer, wird Sana kleben bleiben und laut schnattern und aufgeregt mit ihren Flügeln schlagen. Darüber, was mit Gelege und Ente passieren würde, habe ich mir keine Gedanken gemacht - und ob mit Honig verstopfte Poren oder der Verlust der Brutwärme den Entenküken vielleicht schaden könnten, auch nicht.

Wie gesagt, ich lag auf dem Seerosenblatt, träumte vor mich hin oder rutschte ungeduldig hin und her - da lag ich - schwupp - im Wasser. Kannst du schwimmen? Hoffentlich - denn in tiefes Wasser zu fallen, ohne schwimmen zu können, ist nicht besonders lustig. Ich jedenfalls hatte schreckliche Angst, denn ich konnte nicht schwimmen und als mir die Luft ausging, wurde ich ohnmächtig.

Glücklicherweise wurde ich gerettet - allerdings, als ich die Augen aufschlug und geradewegs in die zornfunkelnden Augen der Seebilbenkönigin blickte, war ich nicht besonders glücklich über meine Rettung. Alba, ihr Seebilbenvolk und alle, die davon wußten, waren sehr sehr wütend auf mich wegen des Honigstreichs - hätten einige Seebilben das Gelege nicht schnellstens vom Honig befreit, während ich am Seerosenblatt vor mich hin döste - und noch bevor Sana zurückgekommen war, wären die Küken erstickt!

Du kannst dir bestimmt vorstellen, dass ich in diesem Augenblick am liebsten wieder in den See gefallen und nie wieder aufgetaucht wäre. Kurz und gut - ich musste vor den Rat der Weisen. Der Rat der Weisen kommt zusammen, wenn es darum geht, Waldenland und seine Lebewesen zu schützen. Er versucht, allen Wichteln und Tieren zu helfen, besonders dann, wenn jemand Dinge tut, die andere Lebewesen gefährden - und das vielleicht selbst gar nicht weiß - wie ich. Im Rat der Weisen gibt es nur Tiere - keine Wichtel.

Da stand ich nun - ganz allein auf einem Huflattichblatt - und musste mir anhören, welche Streiche ich gespielt hatte - und wem - und mit welchen Folgen. Manche davon finde ich immer noch gut und kann über diejenigen, die sich darüber ärgern nur lachen und den Kopf schütteln. Manche möchte ich lieber vergessen.

Kurz und gut - der Rat der Weisen empfahl mir, alle Völker Waldenlands zu besuchen, ihre Lebensweise kennenzulernen, und darüber nachzudenken, was ein Streich für Folgen haben könnte. Vor allem aber sollte ich lernen, meine guten Ideen nicht nur zum Ärgern anderer Lebewesen zu verwenden. Und außerdem sollte ich - solange ich das nicht gelernt hätte - Puck heißen und nicht mehr Amona.

Warum, fragst du mich? Puck ist der Name eines Erdgeistes, der nur Streiche im Kopf hat und das, fand der Rat der Weisen, wäre für mich genau der richtige Name - denn Amona heißt: die Liebliche und lieblich wäre ich, zumindest in ihren Augen, gerade nicht.

Nun - der Name Puck gefällt mir sowieso besser als Amona, denn lieblich sein kann bald jemand, ohne auch nur einen Finger zu rühren oder einen Gedanken zu verschwenden - aber wer hat schon gute -wirklich gute- Streichideen? Oder hat der Rat der Weisen etwas Anderes gemeint? Was meinst du?

Weiter zu

Literatur

  • Peter Inge: Puck sucht ihren Namen (Allzeit-Bereit-Verlag) Scout Shop