Sondertreffen 2: Jagd im Dschungel: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 11. Dezember 2007, 21:04 Uhr

Art

Sondertreffen für eine Heimstunde oder einen Nachmittag

Inhalte

  • Behinderungen
  • Teamwork
  • Gemeinschaft
  • Kreativität

Erprobungen

  • Ich weiß, dass ich mich an Regeln halten muss, damit unsere Gemeinschaft gut ist, und kenne auch schon die Regeln unserer Gemeinschaft. S.:B12
  • Wenn es notwendig ist, kann ich mich überwinden S.:B61
  • Ich spiele fair. S.:B63
  • Ich spiele auch bei Spielen mit, dich ich noch nicht kenne. S.:B75
  • Ich traue mich, etwas Neues auszuprobieren. S.:B78
  • Ich mache bei Bewegungsspielen mit, so gut ich kann. S.:B96

Material

  • Verkleidungsmaterial
  • ein Seil oder mehrere Schnüre
  • ein Holzklotz oder Sessel oder etwas Ähnliches
  • Tücher zum Augen verbinden
  • Beute

Vorbereitungen

  • Material bereit halten
  • Spuren legen
  • Dreieck "bauen"
  • Hindernisse für Beutefang aufstellen
  • dafür sorgen, dass etwas zu trinken da ist (frisches Wasser oder Früchtetee)

Ort

Dieses Sondertreffen spielt im Dschungel - seine Durchführung im Freien ist daher notwendig.

Personen

  • Graubruder - FührerIn
  • Dschungeltiere - WiWö

Hinweise

Den meisten Kindern macht es Spaß, sich am Beginn der Heimstunde gemeinsam mit der/dem FührerIn zu verkleiden, sich also in Dschungeltiere zu verwandeln. Übrigens - verzichtet auf Masken, sie behindern zu sehr und beeinträchtigen die Kommunikation!

Spielgeschichte und Ablauf

Graubruder lädt seine Brüder und Schwestern zur gemeinsamen Jagd ein. Da es in der Gegend eine Bärenfamilie mit Bärenbabys gibt, ist es besser gemeinsam zu jagen. Eine schützende Bärenmutter kann für ein einzelnes Dschungeltier ganz schön gefährlich werden. Graubruder weiß, wo sich diese Familie aufhält und so wird es nicht allzu schwierig sein, diese Gegend zu meiden. Nun wird die große Jagdzeremonie abgehalten, mit der überprüft werden muss, ob alle Dschungeltiere diesen hohen Anforderungen auch gerecht werden können.

Der Jurtenkreis

Eine gerade Anzahl von MitspielerInnen fasst sich an den Händen und bildet so einen Kreis. Dann sagt eineR nach der/dem anderen "Innen" und "Außen". Nun zählt ihr bis drei und lehnt euch abwechselnd nach innen und außen. (Ihr lehnt euch dabei natürlich in die Richtung, die ihr zuerst gesagt habt.) Die Füße bleiben fest auf dem Boden und ihr haltet das Gleichgewicht nur mit den Armen. Mit ein bisschen Übung könnt ihr euch erstaunlich weit nach vorne bzw. hinten beugen. Ihr könnt dann langsam versuchen, die Richtung zu wechseln, ohne dabei die Hände loszulassen. Und wenn auch das gelingt, könnt ihr versuchen, euch rhythmisch nach innen und außen zu bewegen.

aus: Fluegelman Andrew, die neuen spiele, band 2, ISBN 3-88403-014-0

Die Jäger folgen einer Spur und stolpern prompt in eine von Menschen gebaute Falle.

Das Magische Dreieck

Eine Schnur wird in Hals- oder Kopfhöhe so gespannt, dass ein Dreieck entsteht. In diesem Dreieck befindet sich ein Holzklotz/Stuhl o.ä., der als Hilfe für das Entkommen aus der Falle (natürlich nur über die Schnur und nicht unten durch!) verwendet werden kann. Gibt es geeignete Bäume und ist die richtige Jahreszeit, können auch diese in die Befreiungsaktion einbezogen werden. Wichtig ist allerdings, dass Dreieck und Hilfsmittel so angelegt sind, dass es für ein einzelnes Kind unmöglich ist, sich allein zu befreien.

Die Befreiung gelingt, doch leider haben sich zwei Dschungeltiere verletzt und müssen getragen werden. Doch plötzlich: Spiegelt sich die Sonne in einem Wasser? Hantieren gar Menschen mit einem Spiegel? Die ganze Gruppe wird dermaßen geblendet, dass niemand mehr etwas sieht; ausgenommen die beiden Verletzten, die den anderen nun den Weg weisen können.

Handi-Cap

Gemeinsam legen Blinde (die Kinder verbinden sich die Augen) und Verletzte (sie werden von den Kindern getragen) ein Stück Weg zurück, wobei die Sehenden den Blinden den Weg beschreiben. Die einen sind also den anderen "ausgeliefert". Die Spur teilt sich nun - die "Blinden" werden sehend, die "Verletzten" können wieder alleine gehen - doch welcher Spur folgen? Sich zu teilen ist gefährlich. Auch Graubruder kann nicht garantieren, dass beide Spuren ungefährlich sind. Es wäre durchaus möglich, dass eine in das Gebiet der Bärenmutter führt, aber welche? So ist es wichtig, sich auf eine Spur zu einigen. Ist es die falsche, wird die Gruppe das bald merken und umkehren - ist es die richtige, dann gibt es Beute, die natürlich zuerst einmal "gemacht" werden muss.

Geschicklichkeitsspiele

mit deren Hilfe verschiedene Arten von Essmaterialien "erbeutet" werden können (Alle erbeutetenWaren ergeben aber erst gemeinsam eine sinnvolle und gut schmeckende Jause.), z.B. einige Bündel Bananen hängen an einem Wollfaden - mit gut gezielten Bällen fallen sie den Kindern "in die Hände"; Brezen sind auf einer Schnur so befestigt, dass sie nur mit einem Stock erbeutet werden können; Süßigkeiten sind in einem Paket verpackt, verschnürt und so verankert, dass es der Kraft mehrerer Kinder bedarf, das Paket "an Land" zu ziehen. Banane, Brezel und ein kleines Stück Schokolade schmecken den Kindern sicher gut. Oder sie "sammeln" Ingredienzien für einen Obstsalat oder eine Obsttorte, für heiße Würstel mit Senf und Brot - oder was immer dir einfällt und die Kinder mögen. Das hängt von den Möglichkeiten und der Zeit, die du zur Verfügung hast, ab. Als Teil eines Lagerprogramms kann dieses Sondertreffen z.B. ein romantisches Grillfeuer beschließen. Die Beute besteht dann z.B. aus Würstel, Kartoffeln, Ingredienzien für Steckerlbrot etc. Die Jagd ist zu Ende, die Beute wird aufgeteilt und gemeinsam verspeist, etwas zum Trinken ist auch da. Als Abschluss gibt es die übliche Abschlusszeremonie.

Hinweis/Reflexion

Der Begriff "Gemeinschaft" kommt im "Weg zum Versprechen" einige Male vor. Die Aktivitäten dieses Sondertreffens haben sehr viel mit diesem Begriff zu tun. Es wäre sinnvoll, dieses Thema bald nach dem Sondertreffen aufzugreifen. Denk daran, dass Kinder leichter ernsthaft diskutieren können, wenn du konkrete Fragen stellst.

  • Was ist bei unserer Jagd alles passiert?
  • Wie war das mit den Blinden und Verletzten?
  • Hättest Du Dich ganz allein befreien können?
  • Warum haben wir die Beute aufgeteilt?
  • Was war während der Jagd für uns am allerwichtigsten?

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