Sondertreffen 3: Wintervorrätesammeln

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Art

Sondertreffen für eine Heimstunde oder einen Nachmittag

Inhalte

  • Gemeinschaft
  • Geschicklichkeit
  • Schöpferisches Tun

Erprobungen

Material

  • Lebensmittel, wie Bananen, Äpfel (und Zutaten, je nachdem, was daraus entstehen soll), sowie Nüsse, Rosinen etc.
  • kleine Kugeln, die dann gegen Nüsse ausgetauscht werden sollen (oder Walnüsse)
  • Zeitungen
  • Schnüre
  • Löffel/Gefäß
  • Formmasse/Unterlagen zum Werken
  • Stoffschlauch
  • Seil
  • Apfelkiste
  • Farben und bunte Bänder zum Verkleiden

Vorbereitungen

  • Spur legen
  • Hindernisse bauen

Ort

Dieses Sondertreffen spielt im Waldenland - die Durchführung in der freien Natur ist daher sinnvoll.

Personen

  • Salvit - FührerIn
  • Wichtel - Kinder

Hinweise

Gib den Kindern die Chance, ihr Äußeres vor Beginn der Aktion ein wenig zu verändern. Salvit kann bereits verkleidet sein - oder sie schminkt sich gleichzeitig mit den Kindern.

Spielgeschichte und Ablauf

Salvit lädt die Kinder ein, beim Wintervorrätesammeln mitzutun. Es steht ein langer und kalter Winter vor der Türe. Außerdem hat es heuer bei allen Völkern Pannen gegeben, d.h. es sind noch lange nicht genügend Vorräte beisammen. Das Ernten scheint immer schwieriger, die Anforderung an den Einfallsreichtum der Wichtelvölker immer größer. Die Notwendigkeit, möglichst viel gemeinsam zu erledigen, wird immer dringender. Und: es gibt nach getaner Arbeit ein Fest, das schließlich auch nicht zu verachten ist.

Der erste Weg führt die Wichtelgesellschaft unter der Führung Salvits ins Legolitreich, konkret ins Moor. Im Waldenland wachsen die Bananenbäume ausgerechnet im Moor, aber Bananen sind wichtig für den Wintervorrat. Noch voriges Jahr, berichtet Salvit, waren genügend Moorgeister da, die die BananenpflückerInnen zwar erschreckt, aber dann sicher zu den Bananenbäumen geführt haben. Heuer scheinen die Moorgeister zu schlafen, oder sind sie am Ende ausgewandert? Und so beginnt die schwierige Bananenernteaktion: Zwei Kinder hüpfen mit zusammengebundenen Beinen von Stein zu Stein (von Zeitungsblatt zu Zeitungsblatt) bis sie einen Bananenbaum erreicht haben. Die Bananen zu ernten ist nur mit Hilfe eines dritten Kindes, also mit einer Art "Räuberleiter" möglich. (Anmerkung: Du kannst natürlich die Moorgeister agieren lassen, nachdem die Ernte beendet ist - mittels echtem oder künstlichem Gelächter, Nebel oder Wind - was immer du für Tricks auf Lager - und/oder MitarbeiterInnen zur Verfügung hast.)

Nun geht es weiter ins Land der Baumbilben, es ist die richtige Zeit Nüsse zu sammeln. Leider haben heuer die Spinnen so schwache Spinnenfäden, dass die Methode der Nusslöcher nicht mehr anwendbar ist. Ein leeres Gefäß steht 3 m von den Kindern entfernt auf dem Boden. Mit Hilfe eines Löffels müssen nun kleine Kugeln oder Walnüsse (sie werden später durch weitere Nüsse, Mandeln, Rosinen etc. ersetzt) in dieses Gefäß katapultiert werden. Das funktioniert so: Das erste Kind, das einen Treffer landet, darf das Gefäß in die Hand nehmen und muss nun versuchen, die Kugeln mit dessen Hilfe aufzufangen. Trifft ein Kind, werden sofort die Rollen getauscht. Das Spiel geht so lange, bis jedes Kind mindestens einmal getroffen bzw. aufgefangen hat.

Der Weg führt die Wichtelkinder weiter zu den Erdbilben. Dort gibt es Tonmasse. Es werden dringend kleine Krüge und Schüsseln gebraucht. Die Kinder formen aus Ton (wenn du eine günstige Möglichkeit hast, ihn zu brennen) oder einem anderen schnell trocknenden Material kleine Gefäße und lassen diese dann (vorübergehend natürlich) dort, weil sie noch trocknen müssen, wie Salvit erklärt.

Die letzte Anstrengung erwartet die Waldenlandwichtelgruppe zwischen Farn- und Seebilbenreich - da gibt es nämlich eine Überschwemmung - und ein Teil des Weges, ausgerechnet jener, der zu den Äpfeln führt, kann nur unterirdisch zurückgelegt werden. Bananen und Nüsse müssen aber deponiert werden. Wo? Und wie? Nachdem das Depot- und Früchtetransportproblem von den WiWö gelöst ist, kriechen alle Kinder durch einen langen Stoffschlauch.

Wieder an die Oberfläche gekommen, müssen die Erntewilligen feststellen, dass sie nur über einen schmalen, beschwerlichen Weg zu den bereits geernteten aber noch nicht transportierten Äpfeln gelangen. Zwei Seile sind parallel über Wurzeln, Bäume (wenn das nicht geht, nimm Tische und Sessel) gespannt und zwar so, dass die Kinder nur hintereinander gehen können. Am Ende dieses Weges steht eine Kiste mit Äpfeln, die so wie sie ist unmöglich transportiert werden kann. Salvit, die der Kiste am nächsten ist, nimmt nun so viele Äpfel heraus, wie ein Kind in der Lage ist, auf einmal zu tragen und gibt diese an das nächste Kind in der Reihe. Die Äpfel werden so lange weitergegeben, bis jedes Kind genügend Äpfel hat. Nun muss aber der Weg wieder zurückgegangen werden (es ist ja in Richtung zum Reich der Seebilben alles überschwemmt): zwischen den Seilen, also über Stock und Stein; durch den Schlauch, also unterirdisch - und kein einziger Apfel darf dabei verloren gehen.

Endlich wieder auf der Erde - und nicht mehr unter ihr - finden die Wichtelkinder wieder die deponierten Früchte ihrer Erntearbeit und vermehren sie um eine große Anzahl Äpfel. Sie sorgen dafür, dass die kostbaren Vorräte gerecht aufgeteilt ins Tillenreich transportiert werden können.

Dort angekommen, wird aus einem Teil der Früchte gemeinsam ein wunderbarer Obstsalat, (oder vielleicht sogar eine Obsttorte – je nach Möglichkeiten) hergestellt und gemeinsam verzehrt. Und wenn alle nicht zu müde sind, wird noch getanzt und gesungen.

Hinweis

Auch in diesem Sondertreffen liegt der Schwerpunkt auf dem Thema "Gemeinschaft". Kein einziges Stück Frucht kann ohne Hilfe einer anderen oder mehrerer anderer Personen geerntet werden. Erst aus der Summe der verschiedenen Lebensmittel kann das gewünschte Produkt, also der Obstsalat/die Obsttorte entstehen.

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