Waldenland

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Puck sucht ihren Namen

Die Geschichte des Buches "Puck sucht ihren Namen" von Inge Peter

Die Wichtelgeschichte wurde Anfang der 80er Jahre von der damaligen Bundesbeauftragten für Wichtel, Inge Peter, extra für die Arbeit mit WiWö geschrieben.

Sie erzählt dazu: "Zum Unterschied vom Dschungelbuch wurde die Wichtelgeschichte für die Arbeit mit dieser Stufe geschrieben, also konnte ich sehr viele Erprobungen, Werte usw. einbauen. Ich selbst habe jahrelang mit beiden Geschichten gearbeitet: Mit dem Dschungelbuch, als ich Wölflingsführerin war, mit dem Waldenland, als ich ein Wichtelvolk leitete und mit beiden Geschichten, als ich begann, diese Stufe koedukativ zu führen. Dazwischen lagen einige Experimente: Als ich von den Wölflingen zu den Wichteln umstieg, war ich über Umfang und Inhalt der "Hans und Elisabeth"-Geschichte (Anmerkung: Das war damals die aktuelle Wichtelgeschichte) sehr enttäuscht: Eine kurze Geschichte mit dem Inhalt, dass Mädchen (im Haushalt) fleißige Wichtel sein müssten - ebenfalls ein Wert jener Zeit. Nur - im Unterschied zum Dschungelbuch - war diese Geschichte weder lebendig noch spannend.

Da ich aber gewohnt war, die - für mich unersetzlichen - Möglichkeiten einer Rahmengeschichte als Erziehungsmittel einzusetzen, beschloss ich, mit dem Dschungelbuch zu arbeiten: Was Buben gefällt, gefällt sicherlich auch Mädchen. Sehr bald aber wurde mir klar, dass weder den Mädchen noch mir damit gedient war: Die Geschichten gefielen ihnen zwar, es gelang den Wichteln aber nicht, so einzusteigen, wie ich dies von den Wölflingen gewohnt war - und, was mir noch sehr viel wichtiger erschien, es gab kein Tier weiblichen Geschlechts, das einem Mädchen als Vorbild hätte dienen können - und männliche Vorbilder, wie Mogli und die klugen und starken Dschungeltiere wurden (und werden) ihnen auch ohne Dschungelbuch präsentiert, mehr als für sie gut ist..... und so entstand Waldenland."

Wie im Dschungelbuch sind die Figuren, die mit Puck viele lustige, abenteuerliche aber auch ernste oder traurige Sachen erleben mit menschlichen Eigenschaften ausgestattet. Auch im Waldenland findet man eine Gemeinschaft, die friedlich miteinander leben kann. Der besondere Vorteil liegt natürlich darin, dass diese Rahmengeschichte von einer Pfadfinderin geschrieben wurde, die Ziele, Schwerpunkte und Erprobungen mitgedacht hat, als sie sie geschrieben hat.

Zusammenfassung der Geschichte

Amona verliert ihren Namen

Amona bestreicht die Eier der Stockente Sana mit Honig, diese klebt daraufhin fest und fällt ins Wasser. Auch Amona fällt vor Lachen ins Wasser und die Seebilben müssen beide retten. Bei Vollmond in der Wichtelnacht berät der Rat der Weisen über Amona. Es wird beschlossen, dass sie in Zukunft "Puck", wie der Erdengeist, heißen soll, solange bis sie das Gesetz der Wichtel verstanden hat. Dieses lautet: "Kein Wichtel darf etwas sagen oder tun, dessen es sich schämen müsste!" Salvit, ihre Legolitfreundin, begleitet Puck durchs Waldenland.

Fässertausch

Puck hilft bei der Erdbeerernte der Tillenwichtel. Sie fliegt mit Palumba, der Taube in die Winterhöhle, wo die Erdbeeren zu Saft gepresst und eingelagert werden. Puck vertauscht zwei Saftfässer gegen Weinfässer. Auf Wunsch Salvits beichtet sie ihren Streich dem König der Tillen und Titona, der Eule. Daraufhin muss sie zurück in die Winterhöhle und die Fässer wieder zurück tauschen.

Moorgeister

Puck und Salvit fliegen mit Hirundo, der Rauchschwalbe zu den Legolitwichteln. Dort hören sie plötzlich, dass sich eine Mäusemutter - auf der Suche nach ihrem verletzten Jungen - im Moor verirrt hat. Puck möchte auch helfen und überredet eine junge blau-weiße Rauchschwalbe, die sich Hiro vom Volk der Hirundinidae nennt, sie zum Moor zu fliegen. Hiro nennt sie ,,kleines Wichtel", worauf Puck böse wird und sich mitten im Moor absetzen lässt, um alleine weiterzusuchen. Als sie noch tiefer in das Moor geht und sich verirrt erscheinen die Moorgeister und helfen ihr aus dem Moor heraus. Die Legolits haben sich bereits Sorgen gemacht, und Puck entschuldigt sich bei ihnen.

Der Sturm

Puck kommt ins Reich der Seebilben und hilft einem Stockentenkind, das sich verirrt hat, seine Mutter zu finden. Es stellt sich heraus, dass Sana ihre Mutter ist. Puck entschuldigt sich für ihren damaligen Streich und Sana verzeiht ihr. Sturm kommt auf. Puck zeigt den Seebilben, wie ein Fisch singt und vertreibt ihnen so die Angst bis die Rauchschwalben sie sicher ans Ufer bringen. Puck überwindet ihre Angst vor dem Wasser und lernt schwimmen. Sie schwimmt mit Leti, dem gutmütigen Karpfen um die Wette, und Leti lässt sie gewinnen. Regia, die Wassernixe möchte Puck und Salvit ins Wasser locken - fast wäre Puck mitgegangen. Ist Regina böse, oder sucht sie nur Freunde?

Silof und Selag

Das Volk der Farnbilben kleidet sich auffällig und legt auf seine kunstvollen ,,pottigen" Frisuren großen Wert. Puck wirft einen Stein in eine Pfütze und zerstört ihre Frisuren, worauf die Farnbilben böse sind. Puck hilft ihnen, ihre Haare wieder in Ordnung zu bringen. Danach feiern die Farnbilben ein tagelanges Fest. Selag, der Farnmeister beschwert sich bei König Filis, dass keines der Wichtel Wintervorräte sammeln will solange das Fest dauert, die Erntezeit aber bald vorbei ist. Puck und Salvit helfen Selag und den wenigen einsichtigen Wichteln bei der mühsamen Ernte.

Bibbo

Die Baumbilben ernten Nüsse und knacken sie mit Steinen auf, die sie in sogenannte ,,Nuss-löcher" fallen lassen. Königin Silva ist es zu mühsam ihren Wichteln das Wichtelgesetz zu erklären und sie hat deshalb viele kleine Gesetze erlassen, die die Wichtel auswendig lernen. Es gibt aber kein Gesetz gegen das Verspotten. Bibbo, ein Wichtel mit feuerroten Haaren, wird sehr oft verspottet. Darum möchte er sich rächen und verstopft die Nusslöcher. Die Baumbilben sind sehr böse, und Bibbo soll verbannt werden. Anima, die Tochter der Königin, zeigt den anderen Wichteln, dass Bibbo nicht alleine schuld ist, da sie ihn ja dazu gebracht haben. Puck und Salvit besuchen Timpano, den Instrumentenbauer in seiner ,,Rota", seiner Wurzelhöhle. Er zeigt ihnen Instrumente und verspricht ihnen im Winter beizubringen, wie man Clavizither spielt.

Granos Kopf

Bei den Erdbilben besuchen Puck und Salvit Grano, den Geschichtenerzähler der den Sommer über mit einer jungen Schwalbe durchs Land zieht, um den Wichtelvölkern Geschichten zu erzählen. Den Winter verbringt er in der großen Wurzelhöhle unter der Märcheneiche. Puck zeigt den Erdbilben einen ,,Reck- und Strecktanz". Sie möchte beim Töpfern helfen und formt anstelle eines Kruges den Kopf von Grano. Dieser ist zuerst böse, lacht dann aber darüber.

Hungersnot

Im Winterquartier gehen die Vorräte zu Ende, worauf die Erdbilben Essen spenden. Puck und Arpas, der Dirigent spielen einen lustigen Streich, indem sie Noten umstellen und die "Unordia-Musik" schaffen. Puck beschließt, nur noch Streiche zu spielen über die sich alle freuen.

Außerordentliche Wichtelnacht

Den Erdbilben wird für ihre Hilfe gedankt. König Filis tritt zurück, statt seiner wird Selag König, und Königin Silva muss den Wichteln ab jetzt das Gesetz erklären. Puck erhält ihren Namen Amona zurück!

Das Waldenland

Waldenland

Das Waldenland wird im Norden durch das große, weite, wilde, unheimliche, namenlose Meer mit seinen Klippen begrenzt. Wenige Wichtel haben es je gesehen, es wurde nie befahren. Im Osten erhebt sich das Tanngebirge, dessen höchster Gipfel "Kapp-Fern" heißt, weil er wie eine Kappe aussieht. Im Westen liegen riesige, dichte Wälder, von denen niemand weiß, wie groß und dicht sie sind. Vermutlich befinden sich dahinter Menschensiedlungen. Im Süden liegt das Moor, das am Tag ruhig und dunkel, nachts voll geheimnisvoller Geräusche und Lichter ist.Quer durch das Waldenland fließt der schmale und klare Tannfluss, der vom Tanngebirge kommt und nach Westen fließt. In der Mitte befindet sich die Huflattichwiese und ein kleiner Teich mit Schilf, Butterblumen und weißen Seerosen. Dort steht auch die alte knorrige Eiche. Alle Wiesen sind voller Blumen, vor allem Margeriten, Tulpen und Glockenblumen. Die Wälder sind von Moos und Farnen dicht bewachsen.

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Literatur

  • Peter Inge: Puck sucht ihren Namen (Allzeit-Bereit-Verlag) Scout Shop