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Wechsel an der Spitze des Freiwilligen Sozialen Jahres

Veronika Prüller-Jagenteufel wird Vorsitzende im FSJ

Einstimmig hat die Vollversammlung des Vereins zur Förderung freiwilliger sozialer Dienste, Träger des Freiwilligen Sozialen Jahres in Österreich, Dr.in Veronika Prüller-Jagenteufel zur neuen Vorsitzenden gewählt.  Am 14. Oktober tritt sie die Nachfolge von Mag.a Judit Marte-Huainigg an.
„Soziales Engagement und Bildung sind entscheidend für eine lebendige Demokratie. Und gleichzeitig ist das FSJ auch ein Jahr der Orientierung, bei dem in vielen jungen Menschen der Entschluss zu einem sozialen Beruf reift.Das FSJ ist auch deshalb ein wichtiger Beitrag zu einer guten Zukunft unseres Landes. Ich freue mich auf die neue Herausforderung.“ erläutert Prüller-Jagenteufel. Sie selbst leistete vor 35 Jahren ein Freiwilliges Soziales Jahr und hat dieses als eine prägende Zeit mit vielen wertvollen Erfahrungen in Erinnerung. Als ehrenamtliche Vorsitzende des Vereines will sie dazu beitragen, dass junge Menschen im FSJ soziale Sensibilität entwickeln und sich für eine offene und solidarische Gesellschaft engagieren.

Nach dem FSJ studierte Prüller-Jagenteufel Kath. Theologie in Wien und Innsbruck, war langjährige Chefredakteurin der Zeitschrift „Diakonia“, arbeitete mit demenzerkrankten Menschen und als Seelsorgerin in einem Mobilen Palliativ-Team. Von 2011 bis 2018 war sie Leiterin des Pastoralamtes der Erzdiözese Wien und wechselte anschließend beruflich zur Caritas St. Pölten als Theologische Referentin. Zusätzlich ist sie Seelsorgerin im Caritas-Pflegeheim Haus St. Elisabeth.

Für das Freiwillige Soziale Jahr ist der Wechsel an der Spitze auch Anlass für einen Blick zurück: In ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit für das Freiwillige Soziale Jahr setzte sich Marte-Huainigg mit viel Engagement für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Freiwilligen ein. Auf ihre Initiative hin wurde das Freiwillige Sozialjahr im österreichischen Freiwilligengesetz 2012 gesetzlich geregelt und die Gewährung der Familienbeihilfe ermöglicht. Es entwickelte sich zu einer Erfolgsgeschichte. Dass dieses Freiwilligenjahr pädagogisch intensiv begleitet wird und dass die FSJ-Seminare einen wichtigen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung und Berufsorientierung beitragen war Marte-Huainigg ebenso stets wichtig. „Das FSJ ist einzigartig und ein großartiges Angebot für junge Menschen.Ich blicke in Dankbarkeit auf intensive Jahre zurück und mit viel Zuversicht nach vorne mit den allerbesten Wünschen für meine Nachfolgerin und das FSJ Team.“ sagt Judit Marte-Huainigg nach 20 Jahren Vorsitzführung zum Abschied und „Für mich bleibt das FSJ ein Herzensanliegen!“

Judit Marte-Huainigg, Expertin für Sozialpolitik, war viele Jahre Leiterin des Referats für „Grundlagen und Sozialpolitik“ der Caritas Österreich und arbeitet nun im Vorstandsbüro des AMS.

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Das Freiwillige Soziale Jahr wurde 1968 von der Kath. Jugend, den PfadfinderInnen und Pfadfindern, der Kath. Jungschar, der Kolpingbewegung und den Jesuiten gegründet. Waren es zunächst einige Dutzend Einsätze jährlich, so leisten beim Verein zur Förderung freiwilliger sozialer Dienste nun zwischen 500 und 600 junge Menschen ihr FSJ. Geregelt ist der Einsatz im Freiwilligengesetz. Die Freiwilligen engagieren sich für Menschen mit Behinderung oder Pflegebedarf, für alte und kranke Menschen, für Kinder in Kindergärten, Schulen und in sozialpädagogischen Einrichtungen und für Personen die Unterstützung brauchen, z.B.  weil sie ansonsten auf der Straße leben müssten.
Der Einsatz wird pädagogisch begleitet und durch ein Bildungsprogramm ergänzt. Die jungen Menschen erhalten ein Taschengeld, die Familienbeihilfe und sie sind sozialversichert. Das Jahr kann auch für die Ableistung der Zivildienstpflicht angerechnet werden.
„Für mich war das FSJ eine schöne und wichtige Erfahrung die mich sehr geprägt hat. Ich habe nach wie vor Kontakt zu den Menschen in meiner Einsatzstelle und besuche sie auch regelmäßig. Nun studiere ich an der FH Soziale Arbeit“, so eine Absolventin des vergangenen Jahrganges.
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