Alternativ(en)Los!

RaRo Bundespfingsttreffen 2020

Das diesjährige Bundespfingsttreffen der Ranger und Rover trägt den Namen „Alternativ(en)Los!“ und ist ein Zweiakter: Der 1. Akt – die Eintrittskarte, der 2. Akt – Action! Das Lager! Die Regie führt für uns die Nachhaltigkeit, WEIL:

Um auch künftig so auf unserem Planeten leben zu können, wie wir es derzeit tun, benötigen wir alternative Handlungsweisen. Wir kennen sie in der Theorie, aber es liegt an uns, mit der Umsetzung loszulegen. Das Bundespfingsttreffen gilt als Chance, mit euch gemeinsam ein „Green Event“ zu veranstalten, Nachhaltigkeit am Lager zu leben und unsere Kreativität zu nutzen, um der Pfadfinderei die bunte Farbe zu geben, die sie verdient!

Termin:
Samstag, 30. Mai 2020
um 13:00 Uhr bis Montag, 01. Juni 2020 Nachmittag.
Es wird wieder die Möglichkeit geben gegen einen kleinen Aufpreis bereits Freitagabend anzureisen.

Veranstaltungsort:
SCA Scout Camp Austria, St. Georgen im Attergau, Oberösterreich

Kosten:
voraussichtlich Euro 65,- bei Anreise am Samstag
Darin sind die Mahlzeiten von Samstagmittag bis Montag spätes Frühstück inkludiert.

Anmeldung:

Von 10.01.2020, 10:01 Uhr bis 31.01.2020 23:59 Uhr gruppenweise auf dieser Webseite.
Die Teilnehmer*innenanzahl ist auf 700 Personen beschränkt. Eine detailierte Ausschreibung folgt ab 09. Dezember 2019.

Ihr wollt mitreden, mitplanen und mitgestalten?
Hier geht´s zu den Jobbeschreibungen

Ihr habt Fragen?

Das Lagerleitungsteam steht euch gerne zur Verfügung. Ihr erreicht es unter bundespfingsttreffen@ppoe.at

Programm

  1. Akt: Eintrittskarte
    Für Alternativ(en)Los! benötigt ihr eine Eintrittskarte.
    Nämlich eine in Flipchartgröße mitgebrachte Projektdoku über ein Projekt eurer Rotte/Runde aus dem letzten Jahr. Mit dem Projekt habt ihr Veränderung angestrebt und Nachhaltigkeit bewiesen.
    Eure Eintrittskarte könnt ihr auch im Rahmen der Mitarbeit und Gestaltung in allen Bereichen der Planung und Durchführung des Bundespfingsttreffen 2020 lösen. Setzt euch selbst in Szene!
    Stellenausschreibungen folgen im Oktober!
     
  2. Akt: Action! Das Lager!
    Samstag, 30. Mai 2020 um 13.00 Uhr (Anreise vormittags)
    Ankunft, Social Media Analog, Abend der offenen Töpfe, Projekt-Vernissage und musikalische Abendgestaltung.
    Sonntag, 31. Mai 2020
    Aktivitäten in Interessensgruppen zum Thema Bühne, Darstellung, Visionen in der Pfadfinderei und der Gesellschaft, Premierenabend
    Montag 01.06.2020 bis zum frühen Nachmittag
    Nachhaltigkeit2.0, Abbau, Abschluss, Abreise


Weitere Alternativen

Als Alternative zu bisher Bekanntem, wird dieses Bundespfingsttreffen ausnahms- und alternativlos alkoholfreie Getränke anbieten. Dieser Schritt beruht auf dem Ergebnis der Reflexion von 2019 (55 % von euch würden auch an einem alkoholfreien Bundespfingsttreffen teilnehmen.) Rotten und Runden, welche diese Alternative nicht vertreten möchten, vertrösten wir auf das Bundespfingsttreffen 2021.

Die detaillierten Informationen für die Jobbeschreibungen folgen Mitte Oktober. Falls ihr bis dahin Fragen beantwortet braucht, schreibt sie bitten an bundespfingsttreffen@ppoe.at.

Wir freuen uns schon sehr auf das gemeinsame Bundespfingsttreffen mit Euch und Euren alternativen Ansätze für eine lebenswerte Zukunft.

Bis bald und Gut Pfad,

Euer Bundespfinsgttreffen 2020 Team

 


 

Die wichtigste Brücke,

 die wir bauen können, ist die Brücke in die Zukunft,

sagte Leonore Gewessler, politische Geschäftsführerin von Global 2000 am Sonntagnachmittag beim Bundespfingsttreffen 2019 der Ranger und Rover, auf dem von den RaRo mit Hirn, Hand und Herz Brücken gebaut wurden.

74 Brückenelemente, eine Brücke

In zwei Halbtagen haben die RaRo eine 437 Meter lange Brücke aus Schnüren, Knoten und Bünden, gebaut aus 1600 Stangen Holz errichtet. Jede Runde baute dabei ein Element und musste in der Planung auch die Schnittstellen zu den anderen Brückenteilen beachtet und sich so mit den unterschiedlichen Runden im Vorfeld koordinieren: Höhe der Plattform, Art der Abspannung und Anschlusspunkte galt es abzuklären.

Bei der Brückenfeier am Sonntagnachmittag wurde die Brücke im Beisein der 791 Teilnehmer*innen des Bundespfingsttreffens 2019 eröffnet, bevor die RaRo die Möglichkeit hatten, mit bekannten „Brückenbauer*innen“ zu diskutieren und sich von ihnen inspirieren lassen.

„Europa bedeutet für mich eure Zukunft“

– erklärte Dr. Franz Fischler den Pfadis. Interessiert folgten die RaRo seinen Erzählungen von seiner Zeit als EU-Kommissar für Landwirtschaft und Entwicklung des ländlichen Raums. Gemeinsam wurden die Themen, die Europa verbindet, diskutiert. Für Daniela Schier ist die schwierigste Brücke, die es zu bauen gilt, die zwischen Menschen.  Sie sprach mit den RaRo über die Menschenrechte als Basis dieser Brücke und ihre Tätigkeit bei Amnesty International. Auch in der Diplomatie ist das Brückenbauen der Kern: es geht ums Brückenbauen zwischen Staaten und somit Menschen. In Tagen wie heute, in denen sich einige Gräben auftun, ist dies wieder umso wichtiger, sagte Gerhard Reiweiger, der als Diplomat und Botschafter in zahlreichen Ländern des Ostens, unter anderem Rumänien, Bulgarien und Republik Moldau tätig war.

Dass Musik Menschen verbindet und keine Vorurteile kennt, zeigt der Verein Firefly Club. „Wir merken bei unseren Veranstaltungen, wie schnell sich Barrieren zwischen Menschen mit und ohne Behinderungen lösen.“, sagt Christoph Sackl im Gespräch mit den Jugendlichen.

Im Umweltschutz gibt es ganz viele Brücken zu bauen

Wie diese Brücken gebaut werden können, welche Entscheidungen es von politischen Akteur*innen braucht und wie jede und jeder einzelne etwas beitragen kann, diskutieren die 16-20-jährigen mit Leonore Gewessler. Nachhaltigkeit, was es für ein gutes Leben braucht und was es bedeutet autark zu leben, war auch das Thema im Gespräch mit Christian Frantal von Wohnwagon.

Mit dem aktuellen Helfen mit Herz und Hand-Projekt entsteht derzeit eine Schule für alle in Uganda. Für Stefan Pfleger von der Partnerorganisation „Kindern eine Chance“ ist Bildung die Brücke zur Entwicklung. Je höher das Bildungsniveau einer Gesellschaft, desto besser sind die Voraussetzungen fürs zukünftige Leben.

Aber auch ein "echter" Brückenbauer teilte seine Erfahrungen aus dem Handwerk des Brückenbaus mit den RaRo: Gerald Greunz war am Bau der längste Bogenbrücke Europas beteiligt.

Es gibt viele Herausforderungen: was lernen wir bei den Pfadfinder*innen dazu?

Ferdinand Kovacic, selbst Pfadi bei der Gruppe Wien Erdberg, versuchte mit den RaRo die vielen Softskills, die sie sich in ihrer Pfaditätigkeit aneignen, in Worte zu fassen. „Wenn ich mir das Potenzial hier anschaue, dann muss man das nur in eine andere Sprache übersetzen, um an Unis, in Firmen und anderen Organisationen sichtbar zu machen, was ihr alles könnt.“, so Ferdinand. Und: „Die Problemlösung aller Dinge heutzutage sitzt da vor mir auf der Wiese.“.

"Es gibt keinen Plan B, es liegt an uns zu handeln!"

Mit diesen Worten ermutigte auch Lagerleiter Martin die Ranger und Rover aus allen Bundesländern und Südtirol bei der Abschlussfeier des Bundespfingsttreffen 2019, sich für das Brückenbauen im Umweltschutz und in der Menschlichkeit einzusetzen und aktiv zu werden.

Nach drei wunderbaren gemeinsamen Tagen des Brückenbauens mit den Händen, den Dialogen mit Brückenbauer*innen und dem Schließen von neuen Freundschaften am Lagerfeuer ging es für alle mit vielen schönen Erinnerungen wieder Nachhause.